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Ladeburger Ortsbeirat spricht sich gegen Einbahnstraßenregelung aus

Anwohner wollen Verkehrsanalyse

Datum: 24.11.2017

Ladeburg (e.b.). Die letzte Sitzung des Ortsbeirates Ladeburg stand ganz im Zeichen der Diskussion über die Einrichtung einer Einbahnstraßenregelung für die Otto-Schmidt-Straße. Für viele Anwohner kam sie überraschend. Zwar herrsche laut Ortsbeiratsmitglied Daniel Sauer durchaus Verständnis für neue Lösungen, die aufgrund des zunehmenden Verkehrs gesucht werden müssten. Doch Einzellösungen auf Antrag Einzelner seien nicht hinnehmbar, heißt es in einer Mitteilung. Ortsvorsteher Horst Seefeld machte deutlich, dass der Ortsbeirat vom Rathaus vor vollendete Tatsachen gestellt wurde. „Der Ortsbeirat und auch ich als Ortsvorsteher wurde weder von der Stadt noch von der Straßenverkehrsbehörde vor der Einführung der Einbahnstraßenregelung angehört oder informiert. Wir hätten uns dagegen ausgesprochen, haben es aber erst aus der Zeitung erfahren“, so Seefeld. Die Unzufriedenheit des Ortsbeirates werde auch dadurch geschürt, dass bereits 2016 Mittel für eine Verkehrsanalyse beantragt wurden. Sie sollte dabei helfen, die Verkehrssituation in dem Siedlungsbereich Rü dnitzer Straße und der Straße An der Plantage zu verbessern. Dabei sollten Anwohner, die zuständige Straßenverkehrsbehörde, die Polizei und die Kreisverkehrswacht einbezogen werden. Dafür wurden laut Mitteilung auch Mittel in den Haushalt 2017 eingestellt, doch passiert sei bisher nichts. Der Ortsbeirat Ladeburg sprach sich auf der Sitzung einstimmig dafür aus, die Einbahnstraßenregelung zunächst auszusetzen oder zurückzunehmen. „Zu allererst sollte der offene Arbeitsauftrag erledigt werden und ein Verfahren angestoßen werden, um im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, dem Ortsbeirat und den Verkehrsfachleuten das geforderte Verkehrskonzept zu erstellen“, so Sauer. Die Ortsbeiratsmitglieder erwarten, dass die Stadtverwaltung unverzüglich handele, auch um einen Verfall der Planungsmittel von 10.000 Euro zum Jahresende zu vermeiden.

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