Nachrichten - Ratgeber

Sabine Hein, Fachanwältin für Arbeitsrecht

Der Aufhebungsvertrag

Datum: 07.12.2017
Rubrik: Ratgeber

Eberswalde (e.b.). Arbeitgeber legen ihren Angestellten gerne Aufhebungsverträge zum Unterschreiben vor um zu vermeiden, dass eine Kündigung zu einem Prozess führt. Das Angebot zum Aufhebungsvertrag sollte so ausgerichtet sein, dass der Arbeitnehmer genügend Zeit hat, dieses zu überprüfen. Gerade wenn Druck vom Arbeitgeber ausgeübt wird, sollten Betroffene äußerst skeptisch an die Sache herangehen. Denn: Die Bundesagentur für Arbeit droht mit einer Sperrfrist von bis zu 12 Wochen für den Bezug von Arbeitslosengeld, wenn die Beendigung des Arbeitsverhältnisses selbstverschuldet ist. Wenn man dann eine Abfi ndung erhält, jedoch kein Arbeitslosengeld, entfällt der wirtschaftliche Vorteil des Aufhebungsvertrages. Weiter könnte das Arbeitslosengeld ruhen, wenn die vereinbarte Kündigungsfrist nicht eingehalten wird. Arbeitgeber bieten oft einen Aufhebungsvertrag an, wenn es keinen hinreichenden Kündigungsgrund gibt, man Arbeitnehmer aber trotzdem aus dem Arbeitsverhältnis entfernen möchte. In diesen Situationen besteht mangels eines Kündigungsgrundes oft keine Veranlassung zur Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages. Arbeitsnehmer sollten sich deshalb bewusst machen, dass sie das Heft in der Hand haben zu weiteren Verhandlungen und nicht der Arbeitgeber. Betrachtet man Vor- und Nachteile des Angebotes genau, hat oft nur der Arbeitgeber einen Vorteil davon, es sei denn, der Arbeitnehmer nimmt das Angebot zum Anlass, aus dem Arbeitsverhältnis auszuscheiden und hierfür seine Bedingungen zu diktieren. „Hierbei unterstützen wir Sie gerne durch begleitende Beratung oder Vertretung bei den Verhandlungen“, sagt Sabine Hein. Termine bei Sabine Hein können in Eberswalde unter (03334) 38 94 444 vereinbart werden.

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