Nachrichten - Ratgeber

Rechtsanwältin Sabine Hein rät

Erbfall für Unverheiratete

Datum: 14.12.2017
Rubrik: Ratgeber

Biesenthal (e.b.). Für unverheiratete Paare gibt es kein gegenseitiges gesetzliches Erbrecht. Fehlt ein Testament, hat der Längerlebende nicht einmal Anspruch auf einen Pfl ichtteil. Nur die Kinder des Verstorbenen erben. Ist kein Nachwuchs da, erben die Eltern, danach andere Verwandte oder gar der noch existente getrennt lebende Ehepartner. Häufige Folge: Der Lebensgefährte wird vor die Tür gesetzt. Ob das Paar schon seit Jahren eheähnlich zusammen war oder gar einer den anderen pflegte, spielt dabei keine Rolle. Wer vermeiden will, dass der Partner im Erbfall leer ausgeht, sollte unbedingt ein Testament machen. Das muss allerdings jeder für sich selbst tun. Das Aufsetzen eines gemeinschaftlichen Letzten Willens wie bei Eheleuten ist in „wilder“ Ehe nicht möglich. Der Nachteil an Einzeltestamenten: Sie können jederzeit widerrufen oder still und heimlich geändert werden. Jeder kann für sich agieren, auch entgegen früherer Absprachen. Eine gegenseitige Bindung besteht nicht. Der einzige gemeinsame Weg, sich gegenseitig etwas zu hinterlassen, ist ein Erbvertrag beim Notar. In steuerrechtlicher Hinsicht kann Erben für Unverheiratete teuer werden. Der Fiskus behandelt Lebensgefährten steuerrechtlich wie Fremde: Unverheiratete Partner fallen in die Steuerklasse III mit einem Freibetrag von lediglich 20.000 Euro. Alles Vermögen, das darüber liegt, muss versteuert werden, und zwar mit hohen Steuersätzen von 30 bis 50 Prozent. Nicht nur beim Erbschaftsrecht, sondern auch steuerrechtlich sind Eheleute mit einem Freibetrag von 500.000 Euro und der günstigen Steuerklasse I wieder im Vorteil. Termine bei Sabine Hein können in Biesenthal unter Telefon 03337/4505533 und in Bernau unter 03338/7068851 vereinbart werden. Rechtsanwältin Sabine Hein, Bernau und Biesenthal

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