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Vereinbarung für den künftigen Radweg nach Gielsdorf unterzeichnet

Künftig sicherer mit dem Rad unterwegs

Datum: 09.02.2018

Strausberg/Altlandsberg (e.b./ch/sd).  Zwischen Strausberg und dem Altlandsberger Ortsteil Gielsdorf sind zahlreiche Radfahrer unterwegs - großteils entlang einer vielbefahrenen Straße. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung rückt der über Jahre geplante Radweg nun ein Stück weiter in greifbare Nähe.
Lange wurde ein Radweg zwischen Gielsdorf und Strausberg gefordert und in den Verwaltungen der beteiligten Städte diskutiert. Für Altlandsbergs Bürgermeister Arno Jaeschke hat das Vorhaben eine besondere Bedeutung, wie er immer wieder betont. Zu Recht sprach er von einem bedeutenden Durchbruch, als vergangenes Jahr eine Einigung mit den Eigentümern zweier verbliebener Grundstücke getroffen wurde. „Nun können wir endlich die Planung beginnen und möglichst bald auch bauen", zeigt sich Jaeschke überzeugt. Dabei soll die Altlandsberger Verwaltung das Planungsschaft halten, während der Landesbetrieb Straßenwesen die Baumaßnahmen leitet und von der Stadt Strausberg unterstützt wird. Eine entsprechende Vereinbarung wurde jetzt unterzeichnet.
Für Strausbergs Bürgermeisterin Elke Stadeler, Altlandsbergs Bürgermeister Arno Jaeschke und den Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg Andreas Schade war die Unterschrift ein weiterer Schritt auf der Zielgeraden. Dank dieser Vereinbarung sollen Radfahrer zukünftig neben der Straße sicher von Strausberg nach Gielsdorf gelangen – auf einem eigenen Weg.
Obwohl ein Radweg außerhalb der Stadt gewöhnlich nicht ins Aufgabengebiet der Gemeinden, sondern in den des Landes Brandenburg fällt, zeigte sich Elke Stadeler von Anfang an von dem Vorhaben überzeugt, verwies jedoch stets auf die gesetzliche Zuständigkeit des Landes. Deshalb wurde 2014 ein erster Beschluss zum Thema auf Anregung der Bürgermeisterin präzisiert und das Land Brandenburg aufgefordert, in seiner Zuständigkeit der Aufgabe nachzukommen. „Zur Unterstützung des Baus eines straßenbegleitenden Geh- und Radwegs entlang der Landesstraße 23 zwischen der Stadt und dem OT Gielsdorf der Stadt Altlandsberg wird die Stadtverwaltung Strausberg beauftragt, gemeinsam mit der Stadt Altlandsberg die erforderlichen Abstimmungen mit dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und mit dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg zu führen. Die Landtagsabgeordneten der Region werden gebeten, diesen Prozess zu unterstützen. Sollte sich das Land Brandenburg dazu erklären, dieser Aufgabe nicht nachkommen zu können, ist die Stadt Strausberg in einem folgenden Schritt bereit, sich unter
folgenden Voraussetzungen an einer Umsetzung der Maßnahme zu beteiligen", heißt es in diesem Beschluss. Voraussetzungen wie Fördermittel in Höhe von mindestens 540.000 Euro für Altlandsberg und eine Haushaltslage der Stadt, die die Sicherung des erforderlichen Mitleistungsanteils sichert, seien gegeben. Mit der Vereinbarung über Unterhaltung und Verkehrssicherung wurde nun die dritte Bedingung erfüllt.
Im Jahr 2016 war es dann so weit und ein neuer Beschluss zur „Unterstützung des Baus eines straßenbegleitenden Radwegs von Gielsdorf nach Strausberg" konnte gefasst werden, denn für die Grundstückskäufe und notwendigen Finanzierunganteile war auch die Zustimmung der Stadtverordneten erforderlich.
Das heißt, die beiden Gemeinden kauften die notwendigen Grundstücke und finanzieren die Anbindungen an die bereits existierenden Radwege.
Mittlerweile ist auch die Ausschreibung erfolgt und der Zuschlag wird wohl demnächst erteilt, sodass dann der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg die Maßnahme umsetzen kann und seine Aufgabe somit erfüllt.
Wie Arno Jaeschke ergänzt, erfolgen zunächst noch nötige Baumfällarbeiten zur Vorbereitung.

BU: Optimistisch: Arno Jaeschke, Elke Stadeler und Andreas Schade beim Unterschreiben der Vereinbarung.     Foto: e.b./ch
 

 

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