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1.000 Euro für Krebsberatungsstelle Barnim / Aktion der Apotheken Basdorf und Schönwalde

„Die Spende hilft uns wirklich sehr“

Datum: 23.02.2018
Rubrik: Gesellschaft

Basdorf (fw). 1.000 Euro überreichte René Rogge, Inhaber der Apotheken in Basdorf und Schönwalde, vergangene Woche Freitag an Elvira Muffl er, Vorstandsmitglied des Trägervereins der Krebsberatungsstelle Barnim. Traditionell verschenken Apotheken in der Vorweihnachtszeit Kalender an ihre Kunden. Um eine Einrichtung aus der Region zu unterstützen, die sich mit dem Thema Gesundheit befasst, stellte er in der Basdorf- und Schönwalde-Apotheke Spendendosen auf. „Wir hatten davon gehört, dass die Krebsberatungsstelle in fi nanzielle Not geraten ist“, begründet Rogge die Entscheidung, eine Spende für die Beratungsstelle zu sammeln. Seine Kunden standen hinter der Idee und steckten insgesamt 830 Euro in die Spendendosen. Der Geschäftsmann rundete den Betrag dann auf. Wofür genau die Summe, die in den Apotheken zusammengekommen ist, eingesetzt wird, steht noch nicht genau fest. Allerdings gibt es Ideen, wie die Einrichtung eines Gruppen- Angebotes, die intern noch besprochen werden müssen. Elvira Muffl er freut sich über das Geld. „Uns hilft es wirklich sehr“, machte die Vereinsgründerin deutlich. Ende vergangenen Jahres stand die einzige Krebsberatungsstelle in Nordbrandenburg kurz vor der Schließung, da einfach keine Gelder mehr da waren. Durch einen Zeitungsartikel wurde auf diesen Umstand aufmerksam gemacht und er löste viele Reaktionen aus. So konnten nicht nur viele Fördermitglieder gewonnen werden, auch die Politik wurde aktiv. So beschlossen die Kreistagsabgeordneten am 6. Dezember 2017, dass der Landkreis die Beratungsstelle 2018 und 2019 mit jeweils 50.000 Euro fördert. Das decke laut Muffl er ein Drittel von dem ab, was jährlich gebraucht wird. Das Geld soll vor allem für Personalkosten genutzt werden, denn die ehrenamtliche Arbeit stieß aufgrund der großen Nachfrage an ihre Grenzen. Durch die Finanzierungshilfe des Landkreises kann sich die Einrichtung, in der psychosoziale Beratung und psychoonkologische Unterstützung angeboten werden, erst einmal über Wasser halten. Vom Bund wird schon seit mehreren Jahren eine Regelfi - nanzierung für Krebsberatungsstellen angestrebt. Der nationale Krebsplan sieht bundesweit eine fl ächendeckende Absicherung vor. Doch wann es dazu kommen wird, bleibt weiterhin fraglich. Muffl er räumt auch ein, dass einige Angebote, die in der Wandlitzer Beratungsstelle geschaffen wurden, nicht durch die Regelfi nanzierung gedeckt werden würden. Dazu gehört unter anderem die Kreativgruppe, die Dinge bastelt und sie dann zugunsten der Einrichtung verkauft. Daher ist sie trotz der kreislichen Unterstützung und der Aussicht auf die Finanzierung vom Bund weiterhin auf Spenden angewiesen.

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