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Entwicklungskonzept für Wriezen beschlossen

Soziale Brennpunkte im Fokus

Datum: 02.03.2018

Wriezen (ma). Das „Integrierte Entwicklungskonzept“ (IEK) Wriezens sei bereits in allen Ausschüssen der Stadt vorgestellt worden, erklärte Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Skor (BWBO), als er es auf der jüngsten Sitzung zur Abstimmung aufrief. „Es wurde dort ausgiebig informiert und diskutiert“, ergänzte Bürgermeister Karsten Ilm. Das Konzept sei das Kernstück, um Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“ einzuwerben. Das Programm enthalte Bundesund Landesmittel. Besonders im Blick seien soziale Brennpunkte oder Spannungsfelder. Nun wurde es von den Stadtverordneten einstimmig beschlossen.
Das IEK weist innerhalb des Untersuchungsgebietes Leerstände in Wohnobjekten als auch gewerbliche Leerstände insbesondere im Bereich der zentrumsbezogenen Einzelhandelsfl ächen nach. „Letztgenannte entfalten Negativwirkungen im Bereich Zentrum und schwächen die Attraktivität der zentralen innerstädtischen Einkaufsstraße Wilhelmstraße nachhaltig“, heißt es dort. Auch für einige Wohnquartiere legen die Autoren der Deutschen Stadt- und Grundstü cksentwicklungsgesellschaft (DSK), Christoph Albrecht und Jan Oehler den Finger in die Wunde. So biete das Bahnhofsumfeld wenig öffentlichen Raum mit Aufenthaltsqualität. Insbesondere für Kinder und Jugendliche fehlten gestaltete öffentliche Freiräume für Spiel und Aufenthalt. Nebengebäude, ehemalige wohnbezogene Gemeinschaftsräume, befänden sich in zumeist desolatem Zustand. Vorhandene Hofbereiche wirkten teilweise ungepfl egt und es bilden sich „Dreckecken“ mit Schutt und Mü llablagerungen.
„Kernstück des IEK sind Maßnahmen, die untersetzt sind mit Geld. Das ist interessant für die Haushaltsdiskussionen der nächsten Jahre“, merkte Skor an. Ilm erläuterte ein Beispiel für die Verwendung der Fördermittel: „Das erste Projekt ist der Stadtteiltreff „Plauderstübchen, den meisten ist es bekannt. Dort investieren wir, um diese Einrichtung zu modernisieren. Die sanitären Anlagen entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Auch der Küchenbereich wird erneuert.“ In den Schul- und Bildungscampus sollen ebenfalls Gelder fl ießen. Dabei gehe es um eine bessere Vernetzung von Grund- und Oberschule „Salvador Allende“, dem Christlichen Verein Junger Menschen, der Produktionsschule MOL und den Evangelischen Johanniter- Schulen. Man wolle auch mit anderen Trägern sprechen, beziehungsweise nach ihnen suchen. Ein weiterer Schwerpunkt sei der Bereich Wohnen und die Einrichtung der Barrierefreiheit.

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