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Tafel Bernau

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Beitrag: Tafel Bernau

Datum: 07.03.2018
Rubrik: Gesellschaft

In aller Frühe erwacht der Hof der Tafel Bernau langsam zum Leben. Die ersten Transporter fahren los zu den lokalen Supermärkten und Bäckereien, von denen die Tafel ihre Warenspenden erhält. Auf einer Tour liegen ca. 10 Geschäfte, die von den Mitarbeitern täglich angefahren werden. Die Lebensmittel, die hier abgeholt werden, würden ohne die Tafel auf dem Müll landen, obwohl sie natürlich für den Verzehr noch geeignet sind. Um die Lebensmittel retten zu können sind aber noch viele andere Aufgaben zu erledigen, die sich eher im Hintergrund abspielen. Auf dem Gelände der Tafel werden in der Zwischenzeit die bereits vorhandenen Lebensmittel sortiert. Jedes Stück wird in Augenschein genommen und nur makellose Ware kommt in die Kisten, die zur Weitergabe an die Kunden gedacht sind. Genauso werden die Waren, die mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen sind geprüft. Nur wenn das Verfallsdatum maximal 2 Tage überschritten ist, wird die Ware noch an die Bedürftigen weitergegeben. Die Abgabe der Lebensmittel erfolgt direkt auf dem Gelände der Tafel, wo täglich ab 13:00 die Ausgabestelle geöffnet wird. Es gibt aber auch eine Reihe von Außenstellen, die von Bernau aus beliefert werden. Wegen der anhaltend großen Nachfrage soll das Netz von Ausgabestellen in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Einen ganz besonderen Service bietet die Tafel mit ihrem Angebot der mobilen Tafel. Wer nicht in der Lage ist, die Ausgabestellen der Tafel persönlich aufzusuchen kann sich seine Lebensmittel auch liefern lassen. Die Kisten werden anhand von Bestellzetteln von den Mitarbeitern gepackt und anschließend ausgefahren. Der Kunde gibt dem Fahrer bei Lieferung einfach seinen ausgefüllten Bestellzettel mit. Während die Lebensmittelausgabe in vollem Gange ist, kehren die ersten Transporter von ihrer Supermarkttour zurück. Meist sind sie prall gefüllt und werden von den Mitarbeitern umgehend entladen damit die neue Ware sortiert und für den nächsten Tag vorbereitet werden kann. Ein weiteres Angebot der Tafel ist der Mittagstisch. Jeden Tag wird von den Mitarbeiterinnen in der Küche eine andere Mahlzeit gekocht, die in der Cafeteria der Tafel für einen geringen Betrag angeboten wird. Auch wenn die Lebensmittel von den Geschäften sämtlich Spenden sind, verschlingt die Logistik doch erhebliche finanzielle Mittel Man muss jedoch kein Sponsor sein, um die Arbeit der Tafel zu unterstützen. In vielen Geschäften stehen Sammelbüchsen der Tafel. Und getreu dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist“ sind die hier eingesammelten Spenden auch eine spürbare Hilfe für die Tafel, die direkt ankommt und letzten Endes den bedürftigen Menschen zu Gute kommt.

Bericht, Kamera, Schnitt: Jan Mader

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