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Die fünf Barnimer Landratskandidaten stellten sich und ihre Ziele im Sport auf der Mitgliederversammlung des KSB vor

Sport ohne Politik?

Datum: 28.03.2018

Bernau (fw). Obwohl Ronald Kühn, Vorstandsvorsitzender des Kreissportbundes Barnim (KSB), bemerkte, dass Sport nicht politisch sei, kamen recht viele Politiker zu der jährlichen Mitgliederversammlung vergangene Woche Freitag nach Bernau. Unter ihnen war unter anderem die Brandenburger Bildungsministerin Britta Ernst, die nach ihrer Vereidigung im September 2017 erstmals zu der Veranstaltung des KSB kam. Sie lobte, dass Sportvereine nicht nur die sportlichen Aktivitäten fördern, sondern auch zu einem besseren Miteinander in Brandenburg beitragen, da sie durch ihre Angebote auch die Integration unterstützen. Da die Landesregierung sportlich aufgestellt sei, würde sie weiterhin Projekte der Vereine fördern, etwa durch Förderprogramme wie KIP und den Goldenen Plan Brandenburg. Auch die Landtagsabgeordneten Britta Stark, Britta Müller, Ralf Christoffers und Barnims Landrat Bodo Ihrke sprachen Grußworte aus. Im Mittelpunkt standen jedoch die fünf Landratskandidaten, die die Nachfolge von Bodo Ihrke antreten wollen. Daniel Kurth (SPD), Dr. Michael Luthardt (B90/Die Grünen), Mark Matthies (Bürgerfraktion Barnim), Othmar Nickel (CDU) und Sven Weller (BVB/Freie Wähler) kamen der Einladung nach und stellten sich und ihre sportlichen Vorhaben bei der Zusammenkunft des KSB vor. Kurth, Landtagsabgeordneter und Präsident des Handballvereins 1. SV Eberswalde, betonte, dass der Landkreis bereits gut aufgestellt sei, was die freiwilligen Aufgaben angehe, wozu auch der Sport gehöre. Er ist der Ansicht, dass weiche Standortfaktoren in den Orten noch verbessert werden könnten, wozu auch der Zugang zu Sportplätzen gehöre. Er habe vor, den Sport und die Vereine auch weiterhin zu fördern, bemerkte aber auch, dass die Gelder von den Kreistagsabgeordneten frei gegeben werden müssen. Luthardt, der sich als Förster auch gern an frischer Luft bewegt und gern wandert, kündigte an, dass er beim Thema Sport viel vorhabe. Ein Schwerpunkt soll dabei auf der Stärkung des Ehrenamtes liegen. Dies sei nicht nur eine Floskel, sondern soll durch ihn als Landrat umgesetzt werden. Ihm schweben nicht nur Auszeichnungen für engagierte Sportfreunde vor, sondern auch materielle Unterstützung. So soll es einen Ehrenamtspass geben, der Vorteile für den Inhaber hat, wie beispielsweise den Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln. Für Matthies, der nicht nur Fußball gespielt hat und gern läuft, ist Sport wichtig, da Kinder dabei Fairness und Kameradschaft lernen. Fähigkeiten, die auch in anderen Lebenslagen nützlich sein könnten. Daher ist es eines seiner Ziele, den Sport näher an die Menschen zu bringen. So soll durch Förderungen dafür gesorgt werden, dass Übungsleiter stetig weitergebildet werden. Dadurch sei es möglich, Vereine zukunftssicher und überlebensfähig zu halten. Er zeigte sich sicher, dass jeder Cent, der in den Barnimer Sport fl ießt, auch seinen Nutzen habe. Für Nickel hat Sport eine besondere Bedeutung. „Er hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin“, sagte er bei der KSB-Mitgliederversammlung. Als Vorstandsmitglied des FSV Bernau konnte er mehrere Jahre Vereinserfahrung sammeln. Die 600.000 Euro, die der Landkreis derzeit für Sport vergibt, müssten seiner Ansicht nach mehr werden, da der Landkreis wachse. Der Schulleiter will außerdem sicherstellen, dass die Gelder wirklich bei den Vereinen ankommen und sich die Hallenöffnungszeiten verlängern. Weller, der gern mit dem Rad unterwegs ist, formulierte mehrere Ziele. Eines davon ist, energieautarke Räume zu schaffen, wozu auch Sporthallen zählen. Die Kosten, die dadurch gespart werden würden, könnten beispielsweise in die Verbesserung der sanitären Anlagen in Sportstätten gesteckt werden. Auch für ihn spielt die Verbesserung der Mobilität mit den öffentlichen Verkehrsmitteln eine Rolle, so dass jeder eigenständig zum Sport gelangen kann. Als Landrat würde er Kommunen und Städte dort unterstützen, wo sie aus eigener Kraft nicht mehr weiterkommen.

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