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Umbau im Hort Eggersdorf bei laufendem Betrieb bis Sommerferien

Starke Nerven sind gefragt

Datum: 05.04.2018
Rubrik: Gesellschaft

Eggersdorf (e.b./kb/sd). Baumaßnahmen während des laufenden Betriebs sind immer eine ungewohnte Situation für alle Beteiligten, noch dazu, wenn es sich um eine Kindereinrichtung handelt. Doch im Eggersdorfer Hort neigt sich die Zahl der zu renovierenden Räume dem Ende entgegen.
„Das Leben ist eine Baustelle" – das würden die Erzieherinnen und Erzieher wohl ebenso unterschreiben wie die Kinder des Hortes Eggersdorf. Seit vielen Monaten leben sie auf einer Wanderbaustelle, die sich von Raum zu Raum, von Etage zu Etage bewegt und nun in Bauabschnitt fünf angekommen ist, dem vorletzten. Alles bei laufendem Betrieb. Zeitweise waren vier Räume gleichzeitig Baustelle. „Oft haben die Eltern mit angepackt, wenn wir einen neuen Raum beziehen konnten", berichtet Hortleiterin Britta Schmidt und dankt für dieses Engagement.
Aufgrund der weiterhin steigenden Schülerzahlen musste auch mitten in der Bauphase umgeplant werden, weil die Schule ab dem nächsten Schuljahr dreizügig läuft. Sie erhält dann einen weiteren Gruppenraum und einen Klassenraum im Hortbereich. Beide nutzt der Hort am Nachmittag, so wie auch viele andere Räume doppelt genutzt werden.
Das meiste ist nun bereits saniert, erstrahlt in kräftigen Farben, die nicht ein Innenarchitekt, sondern die Erzieherinnen und Erzieher selbst passend zur Funktion eines jeden Raumes ausgesucht haben. So zeigt sich der Experimentierraum in maigrün und orange leuchtet der Kreativraum. Bei der Farbauswahl wurde darauf geachtet, dass Kinder und Pädagogen sich wohl fühlen und die Zweckmäßigkeit unterstrichen wird. Zudem lassen sich die einzelenen Räume so auch besser unterscheiden.
Die Fußböden, Elektroleitungen, Heizkörper, Sanitärbereiche wurden bereits saniert. Lampen leuchten nun jede Ecke des Raumes aus, Akustikdecken schlucken den Lärm. „Die Erzieherinnen sind darüber sehr glücklich", berichtet Bauleiterin Martina Strobel, denn der Geräuschpegel sei deutlich gesunken. Und ein Lob für die nervenstarken Frauen und Männer muss sie auch noch loswerden: „Die Flexibilität dieses Teams ist unbezahlbar", schwärmt sie. Sie denken mit, packen mit an, wenn der Dreck weg muss und dann sind ja da auch noch die Hortkinder. Bis zur sechsten Klasse wollen diese betreut werden. 90 Prozent der Schulkinder gehen hier in Eggersdorf in den Hort. Keine Selbstverständlichkeit und keine leichte Aufgabe für das Team. „Wir sind sehr froh, dass wir in dieser Weise Jugendarbeit in der Gemeinde leisten können", sagt Britta Schmidt, die an diesem Konzept unbedingt festhalten möchte.
Da werden auch noch Abschnitt sechs, das Treppenhaus und Restarbeiten bewältigt. Die wesentlichen Maßnahmen sollen zu den Sommerferien fertig sein.

BU: Bei der Sanierung der Horträume wird Wert auf farbliche Gestaltung und Funktionalität gelegt. Foto: e.b./kb
 

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