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Die „bunten Kumpels“ sorgen im Rüdersdorfer Krankenhaus für besondere Visiten

Lachen ist die beste Medizin

Datum: 17.05.2018
Rubrik: Gesellschaft

Rüdersdorf (sd). Ein Krankenhausaufenthalt ist selten etwas Erfreuliches und stellt vor allem Kinder und ihre Eltern vor ganz neue Herausforderungen. Doch wenn „Der große Popolino“ und „Herr Ferrari“ auf Stationsvisite in der Immanuel Klinik sind, wird der Krankenhausaufenthalt schnell Nebensache. Dass Spaß heilsame Energie verströmt, wissen nicht nur Detlef Gohlke und Matthias Goike. Immer dienstags verwandeln sich die beiden in „Herr Ferrari“ und den „Großen Popolino“ und sorgen als Klinikclowns für Abwechslung auf der Kinderstation. Bislang ist diese Visite der etwas anderen Art einzigartig in der Region. Dabei ist alles improvisiert: Nach einer Besprechung mit dem Stationspersonal gehen die „Bunten Kumpels“ von Zimmer zu Zimmer, stellen sich jedes Mal auf die kleinen Patienten ein. „Wir kommen in das Zimmer, lernen das Kind kennen und entwickeln dann einige Aktionen, die passen. Es ist immer wichtig, die Stimmung aufzunehmen“, umschreibt Detlef Gohlke. Bei dieser Improvisation werden alle Personen und Gegenstände mit einbezogen. So wurde aus dem Infusionsgerät von Mia Schulz ein Fernseher mit 30 Programmen und über die Nadel am Handgelenk erhält sie „Superflüssigkeit“. Dass Lachen zwar ansteckt und doch gesund ist, zeigte sich rasch. Auch Mias Vater Tim Schulz wurde in die Aktion mit eingebunden. Kinder können bei dem Programm ihre Ängste und Schmerzen, sogar das Heimweh für einige Minuten vergessen und werden zu Helden kleiner Geschichten. Chefärztin Meike Wetzling verweist auf Studien, die belegen, dass eine gute Gemütslage und positive Psyche gleichzeitig die körperliche Situation verbessern. Zudem kommen die beiden Clowns sowohl beim Stationspersonal als auch Patienten und Besuchern überaus gut an. Doch obschon es scheint, als würden „Die bunten Kumpels“ nicht nur vom Namen her genau nach Rüdersdorf gehören, ist das Angebot längst keine Selbstverständlichkeit. „In unserem Gesundheitssystem sind für solche Angebote keine Leistungen vorgesehen, daher sind wir auf Spenden angewiesen“, erklärt Geschäftsführer Ale-xander Mommert. Einen Teil der Kosten übernimmt die Klinik, der größere Teil wird aus Spenden finanziert. Wer die „Clown-Sprechstunde“ (auch Verwendungszweck) unterstützen will, kann an die Krankenhaus und Poliklinik Rüdersdorf GmbH, IBAN DE67 1005 0000 6600 0501 50 spenden. Einen Eindruck von der Visite vermittelt der Fernsehbeitrag des ODF. Einfach dem Link folgen und direkt ansehen: http://www.odf-tv.de/mediathek/30448/Lachen_als_Medizin.html
BU: Da fließen positive Energien: Die sechsjährige Mia Schulz „tauscht“ mit dem „Großen Popolino“ Energieströme aus, damit sie schnell wieder gesund wird. Auch Vater Tim Schulz (hinten) wird mit eingebunden.       Foto: BAB/sd
 

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