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Trotz zwischenzeitlicher Flaute war die Frühjahrsregatta 2018 ein voller Erfolg

Die mit dem Wind kämpften

Datum: 31.05.2018
Rubrik: Sport

Altenhof (e.b./hs). Unter durchaus komplizierten Bedingungen fand am Sonnabend der vergangenen Woche die diesjährige Frühjahrsregatta der Segler des SV Stahl Finow e.V. statt. Gemeldet waren 23 Boote in drei offenen Klassen - Kielboote, Jollenkreuzer und Jollen - mit insgesamt rund 60 Seglern des gastgebenden Vereins sowie der anderen Segelclubs vom Werbellinsee.
Offene Klassen bedeutet, dass Boote aller Art gegeneinander antreten konnten und entsprechende Nach- bzw. Vorteile über den so genannten Yadrstick-Faktor ausgeglichen werden. Vereinfacht gesagt, werden langsamere Boote damit schneller und schnellere Boote langsamer gerechnet, so dass neben der gesegelten immer auch eine berechnete Zeit für die Endplatzierung ausschlaggebend ist. Zugleich bedeutet dieses Verfahren, dass für jedes einzelne Boot die genaue Start- und Zielzeit gemessen und erfasst werden muss.
Gestartet wurde in diesem Jahr unweit des Barschberges in relativ flachem Wasser. Die Wetterbedingungen waren beim Start um 13 Uhr mit leichtem Ostwind und Sonnenschein segelerfreundlich. Kurze Zeit später aber flaute der Wind so stark ab, dass Wettfahrtleiter Mario Drechsler entschied, die Wettkampfstrecke zu verkürzen und die Ziellinie auf die Höhe der Wendemarke unweit der Europäischen Jugend- und Begegnungsstätte Altenhof zu verlegen. Dies geschah gerade noch rechtzeitig, um den Zieldurchgang der ersten Jacht aus der Gruppe der Jollenkreuzer, der „Dochnoch“, ordnungsgemäß protokollieren zu können. Skipper Hendrik Reinhardt erreichte das Ziel mit einer Zeit von 51:03 Minuten. Platz zwei bei den sieben Jollenkreuzern ging an die Crew um Ulf Ploschenz aus Altenhof. Den dritten Platz ersegelte sich der Jugendwart von Stahl Finow, Maik Jäckel, zusammen mit Segelpartnerin Jasmin Schmidt. Im weiteren Rennverlauf der anderen beiden Bootsklassen änderte sich das Wetter abermals. Aufkommender Wind und zunehmend starker Regen stellten die noch verbliebene Segler vor neue Herausforderungen. Trotz leichtem Gewitter wurde die Wettfahrt fortgesetzt, so dass alle Boote regulär ins Ziel kamen.
In der Gruppe der Kielboote erreichte Skipper Rene Kardokusals als Erster das Ziel. Mit einer berechneten Zeit von 49:50 konnte er sich nicht nur den ersten Platz in seiner Bootsklasse sondern auch den Gesamtsieg und damit das „Blaue Band“ des Werbellinsees 2018 sichern. Zweiter in der „großen“ Klasse wurde die Crew um Achim Röller auf der Nessie. Platz drei ging an Gerd Ritter auf der Shark. Angetreten waren hier neun Boote.
In der dritten Gruppe, den sieben Jollen, siegten Bernd und Ruth Müller, die mit ihrem Piraten die Distanz in 58:35 Minuten zurückgelegt hatten und damit knapp vier Minuten schneller waren als der Zweitplatzierte und erster Einhandsegler, Dr. Thomas Pötsch auf einer Segger. Besonders erwähnenswert ist der dritte Platz der Jugendbesatzung Nils Grosse und Jano Grimm, die auf einem 420er nach 1:04:55 Stunde ins Ziel gekommen waren.

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