Nachrichten

Auf altem Agravis-Gelände entsteht ein neues Nahversorgungs- und Wohngebiet mit Kita

Auftakt: Feierlicher Abbruch

Datum: 07.06.2018

Rehfelde (sd). Statt mit einem ersten Spatenstich oder einer Grundsteinlegung begann das jüngste Großprojekt in Rehfelde mit einem feierlichen Abbruch.  Angesichts der zahlreichen Gäste beim ersten Schritt hin zu einem praktisch neuen Quartier kam beinahe Volksfeststimmung auf. Reichlich Sitzbänke waren auf dem Gelände an der Bahnstraße, das ehemals der Agravis gehörte, bereitgestellt, doch angesichts der immer mehr werdenden Gäste waren die Veranstalter doch etwas überrascht. Nachdem sich lange auf dem Gelände zwischen Ernst-Thälmann- und Bahnstraße nichts zu tun schien, weckten die Pläne zum Nahversorgungs- und Wohngebiet reges Interesse. Neben einem großzügigen und modernen Rewe-Markt entstehen insgesamt 83 Wohnungen und eine Kita mit 60 Plätzen in den nächsten drei Jahren. In nur zehn Monaten sei der Bebauungsplan entstanden, was vor allem der sehr guten Zusammenarbeit mit der Amtsverwaltung und den Gemeindevertretern zu verdanken sei, wie Lutz Bottin von der 2. Grundstücksentwicklungsgesellschaft Wandlitz (2. GEG) erklärt. „Der Bauantrag für den Rewe-Markt wird kurzfristig eingereicht, sodass in etwa drei Monaten begonnen werden kann. Danach folgt der Kitaneubau etwa im Oktober/November und der Wohnungsbau Anfang 2019“, umreißt Stephan Skalda von der 2. GEG als verantwortlicher Planer und Investor den Zeitplan. Der Abriss des Alten markiere den ersten Schritt hin zur künftigen Entwicklung und stelle daher einen willkommenen Anlass für das festliche Zusammenkommen dar. Von einem feierlichen Abbruch habe er bislang noch nichts gehört, doch es sei ein starkes Signal nach außen, dass sich hier etwas bewege, begann Reiner Donath seine Grußworte. „Wer ein Ziel hat, findet seinen Weg“, zitierte Donath. Die Interessen sowohl der Investoren als auch der Gemeindevertreter seien fast identisch, was die Zusammenarbeit enorm erleichtere, führte Rehfeldes Bürgermeister aus. „Mit dem Wohnungsneubau werden wir den Nachfragen zumindest eine gewisse Zeit gerecht, und können gleichzeitig die Spannung bei den Kitaplätzen etwas nehmen“, so Donath bei seiner Begrüßung. Gleichzeitig unterstrich er die von Bottin gelobte konstruktive und schnelle Zusammenarbeit.  „Wenn das Gelände hier erstmal frei geräumt ist, wird deutlicher, wie viel Potential hier verborgen liegt. Dabei war es eher Zufall, dass Agravis den Standort komplett aufgegeben und das Gelände veräußert hat. So entsteht quasi ein komplett neues Quartier im Zentrum Rehfeldes, das eine deutlich bessere Lösung für alle darstellt, als es verfallen zu lassen“, so Lutz Bottin weiter. Anschließend erhoben die drei ihre Gläser und stießen auf das Vorhaben an, während ein Bagger begann, die ersten Mauern der alten Gebäude einzureißen, begleitet vom Applaus der Gäste. An einem Baucontainer brachte Werner Nerlich vom Ingenieur- und Architekturbüro „S&P Sahlmann“ aus Potsdam Planungsansichten und Grundrisse an. Eine Herausforderung sei es gewesen, die Umgebung mit einzubeziehen, erklärt der Architekt. „Das Areal hat eine schöne Orientierung, zudem noch die Bahnhofsnähe und infrastrukturelle Anbindung“, hebt Werner Nerlich hervor. Eigens für das Vorhaben wurden drei Gebäudetypen – A, B und C – entwickelt, die sich in das Ortsbild einfügen und dennoch mit modernen Wohnungen überzeugen sollen. Die vier Dreigeschosser des Typs A bieten je zwölf Wohnungen, die sechs Häuser des Typs B wiederum sechs Wohnungen und letztlich Typ C wird als Doppelhaus realisiert. Bislang ist die eingeschossige Kita nur als L-förmiger Umriss in den Plänen vermerkt. „Das liegt jedoch vor allem daran, dass Wohnungen, Rewe-Markt und Kita jeweils extra geplant und realisiert werden“, erklären die Planer. Dicht drängten sich die Gäste um die Planungsansichten und versuchten sich vorzustellen, wie es hier später einmal aussehen werde. Auch zahlreiche Fragen konnten sie direkt an Planer und Architekten richten. Dass es ein willkommenes Vorhaben sei, wurde mehrfach deutlich. Der späte Nachmittag und Abend klangen bei zahlreichen Gesprächen in gemütlicher Atmosphäre aus. Der Abbruch war beinahe ein kleines Volksfest.
BU: Während im Hintergrund der Bagger der Eberswalder Firma Rouvel symbolisch die ersten Mauern einreißt, stießen Bürgermeister Reiner Donath, Stephan Skalda und Lutz Bottin (vorne von links) auf das Bauvorhaben an.      Foto: BAB/sd

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik

Gemeindevertreter tagten - Einwohner...

Fredersdorf-Vogelsdorf (e.b./la). Die kürzliche Gemeindevertretersitzung rief Interesse bei vielen... [zum Beitrag]

Von Bernau ins ganze Land

Bernau (fw). Mit der Bernauer Erklärung soll ein Umdenken beim Bau von Windrädern in der Region erreicht... [zum Beitrag]

Workshop zur EU

Woher kommt der Euroskeptizismus? Mit dieser und anderen Fragen zu Europa befasste sich ein Workshop der... [zum Beitrag]

Noch kein Ausbildungsplatz?

Wenn bunte Karten vor dem Paul-Wunderlich-Haus aushängen, findet dort die Last-Minute-Lehrstellenbörse... [zum Beitrag]

Streit mit Baufirma

Panketal (e.b.). Die Frage, wie es mit dem Radweg entlang der Schwanebecker Chaussee weitergeht,... [zum Beitrag]

Hülse versenkt, Grundstein gelegt

Bernau (e.b.). Der Grundstein für das Neue Rathaus in Bernau ist gelegt. Im Rahmen einer feierlichen... [zum Beitrag]

Gespräche gestoppt

Eberswalde (hs). Es einen Paukenschlag zu nennen, wäre übertrieben. Zu viele Signale deuteten in den... [zum Beitrag]

Big Brother is (NOT) watching you!

Sie ist sicher eines der kontroversesten Aufregerthemen, welches in der aktuellen Medienlandschaft zu... [zum Beitrag]

Ein neuer Krankenhausbaustein

Rüdersdorf (sd). Vor drei Monaten und 29 Tagen erfolgte die Grundsteinlegung für den neuen Baustein der... [zum Beitrag]