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Deutsche Bahn will Immobilie in Erkner verkaufen

Angst um GefAS

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Beitrag: Angst um GefAS

Datum: 13.06.2018

Die Gesellschaft für Arbeit und Soziales in Erkner schlägt Alarm. Das Grundstück, das sie im Fichtennauer Weg von der Deutschen Bahn gemietet hat soll verkauft werden. Es gibt bereits mehrere Interessenten dafür. Was diese mit der Liegenschaft vorhaben, weiß keiner. Für Die GefAS, die sich um sozial benachteiligte Menschen nicht nur in Erkner kümmert, könnte ein Verkauf das Aus bedeuten.

Frühjahrsputz bei der GefAS vor ein paar Wochen. Mitarbeiter und Ehrenamtliche machen klar Schiff auf dem Gelände der Hauptgeschäftsstelle im Fichtenauer Weg. Doch was sie hier liebevoll herausputzen, könnte bald weg sein. Denn die Deutsche Bahn will das Gelände, das die GefAS seit 2007 angemietet hat, verkaufen. Zahlreiche soziale Projekte sind damit gefährdet. Tafel, Möbelkammer, Schuldnerberatung und vieles mehr. Rund 500.000 Euro hat die GefAS in die Infrastruktur der Gebäude investiert, um all das vernünftig realisieren zu können. Sollten die Gebäude tatsächlich verkauft werden, gäbe es keinen Ersatz in Erkner. Die Tafel Erkner ist eines der sozialen Projekte der GefAS hier. Viele Menschen kommen täglich hierher, nicht nur aus Erkner. Für sie wäre es besonders schlimm, wenn sie auf dieses Angebot verzichten müssten. Viele Angebote der GefAS richten sich an Senioren, die damit auch der Altersarmut entgegentreten will. Die Vorsitzende des Seniorenbeirates Hannelore Buhl sieht die Entwicklung mit großer Sorge. Hilfe erhält Sigfried Unger auch von politischer Seite. Der Landkreis und die Stadt Erkner unterstützen die GefAS und wollen sie auf alle Fälle hier behalten, denn man weiß, dass die GefAS ein riesige Bedeutung für viel Menschen hat. Bei der Tafel in Erkner liegen jetzt Unterschriftenlisten gegen einen Verkauf des Geländes aus. Viele hier verstehen nicht, dass die Bahn als bundeseigenes Unternehmen, einen Verkauf favorisiert, dessen Erlös für den Konzern wohl kaum eine Rolle spielen dürfte, der aber andererseits einen Verein bedroht, der sich um die Ärmsten in unserer Gesellschaft kümmert. Am 3. Juli soll es hier eine Demonstration für den Erhalt der GefAS geben.

 

Bericht/Kamera/Schnitt: Christoph Mann

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