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Eberswalder können mitbestimmen, ob ein israelischer Ort als Partnerstadt in Frage kommt

Leidenschaftliches Plädoyer für Partnerschaft

Datum: 06.07.2018

Eberswalde (hs). Mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für eine Städtepartnerschaft mit einer israelischen Kommune konnte der FDP-Stadtverordnete Martin Hoeck seine Kollegen in der letzten Stadtverordentenversammlung vor der Sommerpause am Donnerstag der vergangenen Woche überzeugen. Bei fünf Gegenstimmen und vier Enthaltungen stimmten die Verordneten für den Antrag, eine mögliche Partnerschaft zu prüfen.
Eingereicht wurde diese Beschlussvorlage gemeinsam von den Fraktionen der FDP, der CDU und Bündnis 90/ Die Grünen. Hoeck verwies in seiner Rede auf die lange jüdische Tradition in Eberswalde und ging dabei unter anderem auf die Eröffnung (1891) und die Zerstörung (1938) der Synagoge ein. Auch verwies er auf ein bereits verbindendes Element, die Eberswalder Kupferhäuser, die hier abgetragen und unter anderem in der Nähe der Städte Haifa und Tel Aviv wiederaufgebaut wurden. Eine Einschränkung machten die Antragssteller jedoch. Eine mögliche Partnerstadt darf nicht jenseits der „Grünen Linie“, das heißt nicht im Westjordanland oder auf den Golanhöhen liegen. Carsten Zinn vom Unabhängigen Wählerbündnis Eberswalde regte an, parallel dazu auch mit einer palastinänsischen Kommune in Kontakt zu treten. Bevor aber konkrete Schritte unternommen werden, sollen die Waldstädter mit einbezogen werden.
Ziel ist es, eine eventuelle Partnerschaft mit bürgerlichem Interesse zu begründen. Denn letztlich, und darin waren sich die meisten Verordneten einig, lebt eine Städtepartnerschaft vor allem vom bürgerlichen Engagement. Die Eberswalder sind daher eingeladen, sich und ihre Ideen einzubringen.

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