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„Textnot“ bringt Agatha Christie in die Zukunft

Mörder gesucht

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Beitrag: Mörder gesucht

Datum: 24.07.2018
Rubrik: Kunst & Kultur

Der Festsaal in Trampe wurde am Wochenende Schauplatz eines Verbrechens. Ein Hotel, eine Handvoll Gäste, ein Sturm, und ein perfider Mörder auf Rachefeldzug. Was klingt wie ein Krimi von Agatha Christie, ist die Rahmenhandlung der letzten Inszenierung der Theatergruppe „Textnot“. Und auch, wenn sie sich Inspiration von der britischen Schriftstellerin geholt haben, war „The Mousetrap“ kein ganz klassischer Krimi.  

Schon zum Beginn erscheint die KI, die künstliche Intelligenz, in Form von zwei Mädchen und setzt sich an den Bühnenrand. Dann beginnt das Spektaktel. Die Hotelbesitzer Peggy und Friedemann begrüßen ihre Gäste, immer von den wachenden Augen der KI beobachtet. Noch gibt es keinen Grund zur Beunruhigung, doch schon zu Beginn wirkt jede Figur verdächtig, jede hat ihr eigenes, kleines Geheimnis. Für ihre Inszenierungen trifft sich die Gruppe jedes Jahr im Herbst. Dann werden Ideen gesamelt, ein Text geschrieben, Kostüme und Kulisse werden geplant und vorbereitet. Eine Woche vor der Aufführung beginnen die Proben.

Als die Zuschauer nach dem ersten Mord in die Pause geschickt wurden, ging das Rätseln erst richtig los. Vor dem Saal wurde angeregt diskutiert und der Mörder gesucht. Kein leichtes, bei so vielen Verdächtigen. Die Mischung aus Krimi und Science Ficiton sorgte dabei für eine unnatürliche, beinahe schon bedrohliche Atmosphäre. Und auch die Gäste haben sich von der Geschichte mitreißen lassen, sind für einen Abend in die Welt einer modernen Agatha Christie eingetaucht.  

Wer nun der Mörder war, und welche Verbindungen es zwischen den vielen Figuren gibt… Diese Information verlässt den Theatersaal traditionell nicht, und auch wir halten uns an dieses ungeschriebene Gesetz. Nur so viel sei gesagt, am Ende es gab ein Happy End.  

Bericht/Kamera/Schnitt: Wilhelm Zimmermann

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