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Gemeinsam gegen die Sucht in der Selbsthilfegruppe „Phönix“

Wie der Phönix aus der Asche

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Beitrag: Wie der Phönix aus der Asche

Datum: 25.07.2018
Rubrik: Gesellschaft

Eberswalde. In unserem Beitrag, widmen wir uns einem sehr ernsten Thema. Im vergangenen Jahr sind allein im Land Brandenburg 21 Menschen durch Drogen gestorben, das sind mehr als doppelt so viele wie noch im Jahr 2015. Heroin nimmt dabei den Platz der Haupttodesursache ein. Der König der Süchte ist und bleibt jedoch der Alkohol. In ganz Deutschland sterben jedes Jahr um die 200 000 Menschen an den Folgen eines gefährlichen Trinkverhaltens. Betroffene sind jedoch nicht alleine mit ihrer Suchterkrankung, Hilfe gibt es in vielerlei Formen, der klassische Weg, nach der Therapie, führt über eine Selbsthilfegruppe.

Sucht – ein wahrhaft schwieriges Thema! Suchterkrankte, egal ob Drogen-, Medikamenten- oder Alkoholabhängig, sehen sich oft umfassenden gesellschaftlichen Vorurteilen und Stigmata gegenüber. Dabei ist Sucht eine schwerwiegende Krankheit, welche oft weitreichende psychosoziale und gesundheitsschädigende Folgen mit sich bringt. Dabei halten sich hartnäckig die üblichen Klischees: Süchtige sind asozial, hedonistisch und egoistisch. Ausnahmen bestätigen die Regel, doch wenn man sich mit Suchtexperten unterhält, wird schnell deutlich, dass in diesen Klischees wenig Wahrheit steckt. Die Suchtfalle schnappt in allen gesellschaftlichen Schichten und Milieus zu. Egal ob Akademiker oder Arbeiter, egal ob Mann oder Frau, die Sucht nistet sich heimtückisch in einem Leben ein und frisst es von innen her auf. Niemand wird freiwillig abhängig. Karl-Dietrich Brückner ist ein Fachmann in Sachen „Sucht“. Der Sozialarbeiter ist ausgebildete Suchtpräventionsfachkraft und betreut seit über 20 Jahren die Selbsthilfegruppe „Phönix“ im Ebersalder Stadtteil Finow. Die Menschen die zu ihm kommen, haben einen harten Weg hinter sich. Viele kommen frisch aus der Entgiftung. Karl-Dietrich Brückner, genannt „Kalle“ ist 24 Stunden am Tag für die Mitglieder der Selbsthilfegruppe erreichbar, leistet u.a. auch Hilfe im Alltag, zum Beispiel wenn der Führerschein durch die Sucht abhandengekommen ist oder der/die Betroffene die Arbeitsstelle verloren hat. Die Gruppe „Phönix“ trifft sich im ehemaligen Rockbahnhof in der Bahnhofsstraße 32. Immer dienstags um 17:30 Uhr. Interview mit Karl-Dietrich Brückner Fragen: Warum heißt die Gruppe „Phönix“? Wie setzt sich die Gruppe zusammen? Wie läuft eine Gruppenstunde ab? Was wird in der Gruppenstunde besprochen/Was beschäftigt die Mitglieder der Gruppe? Gibt es gemeinsame Unternehmungen außerhalb der Therapiegespräche? Wie können Betroffene an den Gesprächen teilnehmen? Der Kampf gegen die Sucht ist eine lebenslange Aufgabe und erfordert viel Kraft, Disziplin und Ehrlichkeit sich selbst und seinen Mitmenschen gegenüber. Doch Betroffene sind nicht alleine mit ihrer Krankheit. Menschen wie „Kalle“ Brückner, Fachkliniken und Selbsthilfegruppen wie die „Phönix“-Gruppe helfen. Die Entscheidung, diese Hilfe anzunehmen muss der Süchtige jedoch selbst treffen.

Kamera: Sebastian Gößl

Bericht/Schnitt: Florian Beyer

Die Gruppe trifft sich dienstags um 17:30 Uhr (im Sommer alle zwei Wochen, im Winter wöchentlich) in der Bahnhofsstraße 32 in Eberswalde.

Karl-Dietrich Brückner ist unter folgender Telefonnummer zu erreichen: 0173 23 84 120

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