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Vereine am Mühlenweg luden zum Sommerfest ein – Abwechslungsreiches Angebot

Ein kleines Highlight zum Ferienausklang

Datum: 16.08.2018
Rubrik: Kunst & Kultur

Strausberg (sd). Für viele Kitas und Horte, aber auch Senioren ist das Sommerfest der Vereine am Mühlenweg längst ein fester Termin im Kalender. Während der Vormittag den Jüngsten gehört, treffen sich ab Mittag die Senioren zur gemütlichen Runde.
Scharenweise strömten Kindergruppen und Erzieher am Donnerstagvormittag zum Mühlenweg. Vertreter des Jugendsozialverbundes Strausberg (JSV) luden zum alljährlichen Sommerfest. „Es ist einfach eine willkommene Abwechslung im Ferienprogramm. Wir sind schon von Anfang an dabei und jedes Mal denken sich die Organisatoren etwas Neues aus“, erklärt Bettina Seitz. Gleichzeitig ist die Leiterin der AWO-Kita „Spatzennest“ in Hegermühle froh, für Kollegen eingesprungen und so bei dem Fest dabei zu sein. Weiter betont sie, das Sommerfest sei „super organisiert und hervorragend betreut, zumal das Wetter bislang immer mitgespielt hat“. Mit 19 Jungen und Mädchen, von denen einige am Samstag eingeschult werden, ist sie auf dem Gelände rund um JSV und Nachbarschaftsgarten unterwegs.
„Zunächst wusste ich gar nicht, dass es sowas gibt. Das Sommerfest ist ein tolles Angebot, das Kindern jeden Alters etwas bietet, sehr abwechslungsreich“, sagt Cathleen Kurzweg. Die Mutter begleitete die 40 Kinder der Kita „Wirbelwind“ und ist von Beginn an begeistert. „So kurz vor der Einschulung noch einmal ein bunter Tag mit vielen Möglichkeiten. Da kommen wir immer wieder gern“, fassen die Erzieherinnen Maria Schulz und Martina Spitzweg zusammen.
Bei sommerlichen Temperaturen bildete sich rasch eine Schlange bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Regelmäßig sind sie dabei und vor allem böten die Zielübungen mit dem Wasserschlauch etwas Abkühlung, wie Jens Engelmann ergänzt. Mit seinen Kollegen von der städtischen Wehr führt er die Technik vor und die Kinder können auch einmal selbst im Einsatzwagen ganz vorne Platz nehmen. Fußball, Basteln, Soccer in überdimensionierten Bällen, Graffiti, Trödelmarkt, Lesestunde mit Pepe, Basteln, Kräuterschule, Volleyball, Hummel-Café und noch einiges mehr führten durch den Vormittag. An allen Stellen halfen Mitglieder des JSV und stellten gleichzeitig die einzelnen Gruppen und Bereiche der am Mühlenweg ansässigen Einrichtungen näher vor. AWO, Eltern-Kind-Gruppe, offene Kinder- und Jugendarbeit und Sozialer Hilfeverband Strausberg (SHS) sind nur einige der Akteure am Mühlenweg. Ein breites Spektrum wird hier ehrenamtlich und mit viel Engagement abgedeckt, um Menschen allen Alters und aus praktisch allen gesellschaftlichen Schichten zu helfen und Chancen zu bieten.
Indianerarmbänder aus Filz und mehr basteln die kleinen Gäste bei jungen Frauen unter einem Zelt. Es sind vor allem Geflüchtete aus Syrien, die mit ihrer Arbeit beim JSV wieder Fuß fassen wollen, wie Andrea Gade berichtet. „Sie haben teils dramatische Dinge erlebt, schwere Schicksalsschläge erfahren. Dennoch wollen einige von ihnen wieder in die Heimat zurück“, so Gade von der offenen Kinder- und Jugendarbeit weiter. Die scheinbar kleinen Beschäftigungen bringen den jungen Frauen viel mehr als zu erahnen ist. Vor allem Ablenkung und sinnvolle Aufgaben.
Die aufgebaute Soccer-Arena mit der längeren Kinderschlange davor sei die einzige ihrer Art in Berlin-Brandenburg wie die JSV-Vereinsvorsitzende Dr. Heidemarie Schulze erklärt. Sie ist Teil des angeschafften Anhängers, auf dem noch Vereine mit ihren Logos für sich werben können. Diese Eigenwerbung zusätzlich zu den Bannern regionaler Unternehmer, unterstütze die Vereine in der Öffentlichkeitswirksamkeit. „Damit haben wir eine mobile Basis, können ein noch größeres Gebiet erfassen und unsere Angebote präsentieren“, ergänzt Heidemarie Schulze mit etwas Stolz.
Ab Mittag und am Nachmittag übernahmen die Älteren das Zepter und verbrachten gemeinsame Stunden bei Kaffee, Kuchen und Plaudereien.

 
BU: Die Soccer-Arena erfreute sich großer Beliebtheit, auch wenn das Ballspiel in den überdimensionierten „Bubbles“ gar nicht so einfach ist. Foto: BAB/sd

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