Nachrichten - Vereinsleben

Junior strebt Schiedsrichterlaufbahn an

Kicker möchte Spiele pfeifen

Datum: 28.08.2018
Rubrik: Vereinsleben

Strausberg (sd). Während viele regionale Fußballvereine wieder einen regen Zulauf an Spielern haben, mangelt es an Trainern, Betreuern und Schiedsrichtern. Beim FC Strausberg möchte sogar ein Spieler der Junioren künftig die Rolle des Unparteiischen übernehmen.

Fußballer auf dem Spielfeld sind ein Teil des Spiels, doch es bedarf genauso Trainer, Betreuer und vor allem Schiedsrichter. Die Besetzung dieser Posten ist für Vereine und Turniere essentiell geworden. „Natürlich ist es ein hoher zeitlicher Aufwand, da die meisten Turniere an Wochenenden stattfinden, viele Begegnungen und vor allem Trainings auch unter der Woche“, weiß Michael Baumann. Er ist selbst Trainer der D-Junioren beim FC Strausberg. Ursprünglich hat er die Spiele seines Sohnes begleitet und schließlich den Trainerposten übernommen. Das sei vielen so ergangen, sodass oftmals Eltern Trainer- und Betreuerfunktionen übernehmen. Schließlich sind sie es oft auch, die ihre Sprösslinge zu turnieren fahren und anfeuern, da sei es „nur natürlich“, dass das Engagement auch tiefer gehe. „Die Arbeit bleibt deshalb nicht liegen“, so Michael Baumann. Doch als Selbstständiger könne er sich die Zeit etwas flexibler einteilen. Nunmehr seit sieben Jahren ist er als Trainer bei den Strausberger Junioren aktiv, begleitet „die Jungs“ von den Bambini bis zur aktuellen D-Jugend. Sieben Jahre insgesamt.

Doch auch bei den Schiedsrichtern wird Nachwuchs gesucht. „Du willst dich also zur Pfeife machen“, scherzt Scott Konrads Mutter. Der Zwölfjährige ist von Preußen Eberswalde zur D1 im Strausberger Fußballclub gewechselt. „Ich gucke regelmäßig Fußball. Vor allem, wie die Unparteiischen das bei der Bundesliga machen ist beeindruckend. Ich denke, dass ich das ganz gut kann“, so Scott Konrad. Den offenen Vereinstag des FC Strausberg nutzte der Wriezener auch gleich, um sich bei Jugendleiterin Susan Domienik zu informieren.

Zunächst müsse er sich um eine Schiedsrichterposition bewerben. Nach Prüfung der Unterlagen und persönlichen Gesprächen könne es praktisch losgehen, erklärt die Jugendleiterin des FC Strausberg. Ausbildungskosten trage der Verein und Kleidung werde ebenso gestellt. „Für den Anfang könntest du bei den Jüngeren Pfeifen, bis hin zu kleinen Kreisspielen. Wenn du mehr Erfahrung sammelst und dich gut anstellst, kannst du natürlich aufsteigen, was die Mannschaften und Altersklassen betrifft“, so Domienik.

Wer Interesse hat, als Trainer, Schiedsrichter oder Betreuer beim Strausberger Fußballverein aktiv zu werden, findet unter www.fc-strausberg.de alle Kontaktdaten und Ansprechpartner.

BU: Wenn alles gut geht, wird Scott Konrad bald seine ersten Spiele nicht selbst bestreiten, sondern als Schiedsrichter pfeifen.     Foto: BAB/sd

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