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Erste von vier Bahnbrückenerneuerungen im Stadtgebiet mit Verspätung abgeschlossen

In Bernau geht’s 2021 weiter

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Beitrag: In Bernau geht’s 2021 weiter

Datum: 14.09.2018

Bernau (fw). Die Zepernicker Chaussee ist nach einer mehr als einjährigen Sperrung wieder frei für den Verkehr. Am Freitag wurde das Ende der Bauarbeiten, wenn auch etwas später als ursprünglich geplant, gefeiert und die Straße wieder dauerhaft geöffnet. Bei den Bauarbeiten wurde nicht nur die Eisenbahnbrücke, sondern auch die Straße und die Gehwege erneuert. Dabei wurden mehr als 250 Tonnen Stahl und mehr als 700 Kubikmeter Beton verarbeitet. Die Unterführung ist mit nun 4,50 Metern Höhe und 10,50 Metern Breite großzügiger als zuvor.

Für die Verkehrsteilnehmer sind das erst einmal gute Nachrichten. Doch Autofahrer haben seit Montag mit einer neuen Herausforderung zu kämpfen: Die Bernauer Allee im Bernauer Ortsteil Schönow ist bis Ende 2019 voll gesperrt. Das bringt eine weiträumige Umleitung mit sich. Auch die Buslinien 868, 891, 899 und 901 sind davon betroffen. Die Sperrung erstreckt sich vom Kreisverkehr bis zur Einmündung der Fritz-Reuter-Straße. Die Zufahrt zu Rewe, Netto und den anderen Märkten kann vorerst weiter genutzt werden. Mit den Bauarbeiten geht der Ausbau der Ortsdurchfahrt Schönow in die letzte Runde. Dabei werden die Landesstraße voll ausgebaut, ein parallel verlaufender Geh- und Radweg angelegt, die Straßenbeleuchtung verbessert und ein neuer Regenwasserkanal verlegt. Zukünftig soll eine Ampel die Zufahrt zu den Verbrauchermärkten regeln. Außerdem werden neue Bushaltestellen und eine Mittelinsel am Ortseingang errichtet.

Wenn dieses Bauvorhaben geschafft ist, stehen in Bernau weitere Brückenerneuerungen an. Insgesamt saniert die Deutsche Bahn 13 Eisenbahnüberführungen zwischen Karow und Bernau, vier davon stehen im Bernauer Stadtgebiet. Neben der Fertigstellung der Zepernicker Chaussee sollen ab 2021 die Brücken an der Weißenseer Straße, Bahnhofstraße und Börnmicker Chaussee erneuert werden. Über den zeitlichen Ablauf informierte Projektleiter Jens Kulecki vergangene Woche Dienstag bei einem Bürgerdialog in der Rotunde der Tobias-Seiler-Oberschule in Berau. Die größte Herausforderung wird, seiner Meinung nach, die Erneuerung der Überführung an der Weißenseer Straße, die im September 2021 unter Vollsperrung der Straße beginnen soll. Als wichtige Verbindung von und nach Berlin ist sie schon jetzt ein Nadelöhr im Berufsverkehr. Um einen „Verkehrsinfarkt“ zu verhindern, hat die Stadt bereits Vorkehrungen zum Ausbau der Ladestraße getroffen. Nach ihrem Ausbau soll sie die Weißenseer Straße direkt mit der Börnicker Chaussee verbinden. Sie soll die stark befahrene Breitscheidstraße entlasten und als Umgehungsstrecke in der Bauphase dienen. Zeitgleich wird an den anderen Überführungen gebaut. Der Zeitplan sieht dafür ein Jahr vor.

Auf die Bernauer Nachbargemeinde kommen bereits in den nächsten Monaten Einschränkungen durch Bauarbeiten zu. Anfang Oktober dieses Jahres beginnen die Bauarbeiten an der Überführung „Bahnhofstraße“ in Röntgental. Da die Brücke breit genug ist, soll das einjährige Vorhaben unter halbseitiger Sperrung für den Autoverkehr durchgeführt werden. Wenn im Januar 2019 die Hilfsbrücke eingebaut wird, wird die Bahnstrecke voraussichtlich für ein Wochenende gesperrt. Eine größere Herausforderung stellen die einjährigen Bauarbeiten in der Schönower Straße dar, die im Januar 2019 beginnen. Die hoch frequentierte Straße soll in diesem Zeitraum komplett gesperrt sein. Auch die Überführung in der nicht weit entfernten Schönerlinder Straße hat Auswirkungen auf Autofahrer. Damit soll allerdings erst begonnen werden, wenn die anderen Bauvorhaben in der Gemeinde abgeschlossen sind.

Anwesende der Info-Veranstaltung in Bernau wünschten sich koordinierte Informationen darüber, wann welcher Abschnitt für Verkehrsteilnehmer dicht ist und wann sich Bahnfahrer auf Ersatzverkehr einstellen müssen. Einige von ihnen hatten offenbar den mehrmonatigen Schienenersatzverkehr im Hinterkopf, der Pendlern einen anstrengenden Weg von und zur Arbeit bescherte. Dies hatte allerdings eher mit den Bauarbeiten am Karower Kreuz zu tun als mit der Brückenerneuerung an der Zepernicker Chaussee. Diese Maßnahme war eher durch Zugausfälle an Wochenenden und die einjährige Straßensperrung geprägt. Kulecki verwies auf das Bau-Info-Portal der Deutschen Bahn sowie die Fahrplanauskunft.

Einige Besucher der Veranstaltung hakten auch nach, ob bei den Maßnahmen auch mehr Gleise verbaut wurden, was als Voraussetzung für den oft gewünschten Zehn-Minuten-Takt der S-Bahnlinie 2 betrachtet wird. Dies verneinte der Projektleiter. Als Grund dafür gab er an, dass dafür keine Bestellungen eingegangen sind, was von den Ländern Berlin und Brandenburg ausgelöst werden müsste. Ein engerer Takt der Linie sei allerdings mit der teilweise vorherrschenden Eingleisigkeit technisch möglich, stellte Kulecki fest. In dem kürzlich vorgelegten Verkehrsplan der Landesregierung ist der Zehn-Minuten-Takt zwar vorgesehen, aber ohne zeitliche Definition. Ob er vor 2030 kommt, bleibt also ungewiss.

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