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Der fünfte Tatort Lücke begibt sich auf die Suche nach dem Ungarnspielplatz

Wo ist er geblieben?

Datum: 19.09.2018
Rubrik: Kunst & Kultur

Eberswalde (e.b.) Bereits vier Mal gingen die Schauspieler des Kanaltheaters zusammen mit Eberswaldern auf Spurensuche, um Lücken im Stadtbild künstlerisch zu schließen. Zur fünften Auflage von Tatort Lücke am 28. September 2018 sind kleine und große Detektive eingeladen, an einer internationalen Spurensuche teilzunehmen. Gesucht wird der Ungarnspielplatz, der bis zur Wendezeit ein beliebter Treffpunkt für jung und alt im Leibnitzviertel war. Irgendwann verschwanden die Spielgeräte, niemand fühlte sich dafür noch verantwortlich. Es entstand eine Lücke. Um diese wieder zu schließen, haben sich die Kriminalisten des Kanaltheaters wieder eine Menge einfallen lassen. Ab 16 Uhr können sich die Besucher auf eine bunte Quizshow freuen, beim Tauziehen die Kräfte messen und beim Eierlaufen ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Spiel und Spaß kommen bei der gemeinsamen Recherche und Spurensuche wie gewohnt nicht zu kurz.

Den Namen Ungarnspielplatz trug dieser Ort nicht ohne Grund. 1967 begründete die damalige Regierung der DDR in einem Staatsvertrag mit der ungarischen Republik die Tradition des gegenseitigen Fachkräfteaustausches. Im März 1968 kam die erste Gruppe mit 128 jungen ungarischen Männern nach Eberswalde, um hier im VEB Kranbau und im VEB Walzwerk Finow zu arbeiten und sich beruflich fortzubilden. Bis zum Jahre 1980 kamen insgesamt rund 1.000 Ungarn nach Eberswalde. Viele sind nach dem vertraglichen Aufenthalt wieder in ihre ungarische Heimat zurückgekehrt. Nicht wenige aber haben hier geheiratet und sind geblieben. Im Leibnizviertel, ganz in der Nähe des Kulturclubs errichteten sie diesen Spielplatz.

Große und kleine Detektive treffen sich am 28. September um 16 Uhr in der Breiten Straße 104/ 105 im Leibnitzviertel.

Tatort Lücke ist eine Kooperation zwischen dem Stadtmuseum der Stadt Eberswalde und dem Kanaltheater/Bürgerstiftung Barnim Uckermark in Zusammenarbeit mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, dem Verein für Heimatkunde zu Eberswalde e. V., dem Kreisarchiv Barnim und dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Eberswalde. Die Kulturstiftung des Bundes fördert das zweijährige Projekt "Tatort Lücke" in den Jahren 2017 bis 2019 im Fonds Stadtgefährten. (Bildquelle: Ullrich Wessollek)     

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