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Monika Schuckert stellte zum Herbstmarkt in der Kirche aus

Bilder zur besseren Bewältigung

Datum: 19.09.2018
Rubrik: Kunst & Kultur

Herzfelde (sd). Zum Herbstmarkt werden regelmäßig auch die Türen der Kirche geöffnet. Dieses Mal präsentierte eine kleine Ausstellung Zeichnungen von der Schulzeit der Künstlerin bis heute.
Für Monika Schuckert ist es noch etwas ungewohnt: Zum ersten Mal stellt sie ihre Bilder öffentlich aus. „Ich wurde vielfach angesprochen, dass ich meine Bilder auch mal einem breiten Publikum zeigen solle. Nun haben mich die Damen letztlich rumgekriegt“, so die Rentnerin. Doch Kaufanfragen lehnte sie vehement ab. Sie sei noch nicht bereit, sich von den Bildern zu trennen, da für sie an jeder einzelnen Darstellung Erinnerungen und Emotionen hängen. Das hängt auch damit zusammen, wie sie wieder zur Malerei kam.
In der kleinen Ausstellung in der Herzfelder Kirche sind auch Zeichnungen und Darstellungen zu sehen, die Monika Schuckert während ihrer Schulzeit anfertigte. „So richtig wieder angefangen mit dem Malen habe ich vor gut zehn Jahren“, berichtet Schuckert, die 1957 als 17-Jährige nach Herzfelde kam. Nach dem Tod ihres Mannes war die Malerei vor allem eine Möglichkeit für sie, mit den Gefühlen und dem Verlust besser klar zu kommen.
So finden sich unter anderem Darstellungen von Reisen und Ausflügen, aber auch sehr gefühlsbetonte Bilder. „Insgesamt habe ich mich auf Landschaften spezialisiert. Mit dem Baum, der in vielen Bildern eine Rolle spielt, verbinde ich viele Gefühle und Erinnerungen“, so die Rentnerin weiter. Wer genau hinschaut, entdeckt auch einzelne Büsche und andere Details, welche die rund 50 Bilder markant machen. Sie experimentiert je nach Stimmung und Situation mit unterschiedlichen Techniken, die sie sich selbst angeeignet hat.
Ebenso sind Szenerien, die sich ihr bei Spaziergängen mit dem Hund und anderen Ausflügen ergeben, Inspiration für sie. Die Landschaft rund um Herzfelde biete zahlreiche Motive, die oft nur kurzzeitig zu erleben seien. Umso mehr wolle sie die Stimmung festhalten, wie in ihrem derzeitigen Lieblingsbild, das die Stimmung an einem kleinen See kurz nach Sonnenuntergang illustriert.
Ob sie nun weitere Ausstellungen macht, weiß Monika Schuckert noch nicht recht. „Es ist immer eine Frage wo und in welchem Umfang. Die Bilder müssen ja auch transportiert werden und ich kann kaum überall mit dem Bus hinfahren“, sagt Schuckert mit einem breiten Schmunzeln.
BU: Monika Schuckert zeigt ihr aktuelles Lieblingsbild während im Hintergrund Besucher die Vielfalt ihrer Darstellungen erkunden. Foto: BAB/sd

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