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Die HNE Eberswalde war Gastgeberin einer Fachtagung zum Thema Klimaschutzmanagement

„Das Klima lebt nicht für sich allein!“

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Beitrag: „Das Klima lebt nicht für sich allein!“

Datum: 21.09.2018
Rubrik: Gesellschaft

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde versteht sich als Vordenker im klimaneutralen Management ihrer Verwaltung. Dies haben externe Gutachter in diesem Sommer erneut mit der Umwelt-Management-Zertifizierung nach EMAS bestätigt. Am gestrigen Mittwoch war die Hochschule auch Gastgeberin einer Fachtagung für Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Ein Bestandteil dieser Tagung war eine Führung über den Stadtcampus, an der wir mit der Kamera teilnehmen durften.

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung war am 19. September Gastgeberin einer Fach-Tagung zum Thema Klimaschutzmanagement. Dabei ging es vor allem um den wissenschaftlichen, aber auch pragmatischen Austausch, rund um die Machbarkeit und die Anwendbarkeit klimaneutralen Handelns und Wirtschaftens. Dass das Thema „Nachhaltigkeit“ ein wissenschaftlicher Schwerpunkt der „grünen“ Hochschule im Herzen der Waldstadt Eberswalde ist, wird bereits in ihrem Namen deutlich. Die Kombination aus Klimaschutzkonzept und dem Nachhaltigkeitsgedanken ist daher geradezu obligatorisch. Unter dem Motto „Nachhaltigkeit im Gelände“ führte die Referentin für Nachhaltigkeit an der HNEE, Kerstin Kräusche die Teilnehmer der Tagung über den Stadtcampus, um an praktischen Beispielen zu zeigen, wie die Hochschule ihr Konzept des Klimaschutzmanagements umsetzt und Nachhaltigkeit praktiziert. Man kann die HNEE als Vordenker auf diesem Gebiet bezeichnen, vor allem möchte sie aber als „Vor-Macher“ wahrgenommen werden. Energieeffizientes Bauen oder Sanieren ist heutzutage keine völlige Seltenheit mehr, welche Hürden jedoch überwunden werden müssen, wenn Bauwerke dem Denkmalschutz unterliegen, machte Kerstin Kräusche an dem in den 1870er Jahren errichteten Verwaltungs- und Hörsaalgebäude, deutlich, in dem sich heute u.a. das IT-Servicezentrum der Hochschule befindet. Die klassischen Maßnahmen wie Fassadendämmung und moderne Fenster fielen aufgrund der Denkmalschutzauflagen aus. Für das Klima im Inneren des Gebäudes kam daher innovative Klimatechnik zum Einsatz. Aber auch im Außenbereich trifft man auf viele Beispiele für Nachhaltigkeit. So findet man auf dem Campus weder die typischen Buchsbaum – oder Ligusterhecken, dafür aber Tomatenstauden und Obsthölzer. Diese werden von den Studenten und Mitarbeitern der HNEE gepflanzt und gepflegt. Ein altes Telefonhäuschen wurde zu einem großen Geschenkeschrank umgebaut, der als kostenlose Tauschbörse dient. Nachhaltigkeit hat viele Gesichter, auch die Wiederverwertung von Büchern oder Kleidung hat etwas damit zu tun. Nachhaltigkeit und Klimaschutz beginnen bei den vielen kleinen Dingen des Alltags. Viele praktische Ideen auf dem Campus stammen ursprünglich von Studenten, so Kerstin Kräusche, aber genau das sei ja das Privileg der Jugend, nämlich Dinge infrage zu stellen. In Zukunft sollte das Privileg wohl zur Pflicht werden, denn wie Kerstin Kräusche sagt: „Das Klima lebt nicht für sich allein!“

Bericht: Florian Beyer/Heiko Schulze

Kamera/Schnitt: Florian Beyer

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