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Medizinischer Dienstag am 16. Oktober 2018

Keine Angst vor der Angst

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Beitrag: Keine Angst vor der Angst

Datum: 17.10.2018
Rubrik: Ratgeber

Wenn der Mensch krank wird, dann geht er zum Arzt, bei vielen Beschwerden kann die moderne Medizin schnelle Linderung verschaffen. Erkrankt jedoch unsere Seele respektive unsere Psyche liegen die Dinge ein wenig anders. Bei der letzten Ausgabe des Medizinischen Dienstags ging es um eine dieser unsichtbaren Krankheiten, die Angststörung. Wir haben die Veranstaltung mit der Kamera begleitet.

Unter dem Motto „Keine Angst vor der Angst“ fand am vergangenen Dienstagabend im Plenarsaal des Paul-Wunderlich-Hauses eine Vortragsreihe, rund um das Thema „Angststörung“ statt. Dabei erläuterten die drei Referierenden Dr. Uta-Susan Donges, Dr. Attila El Nagashi und Dr. Gerald Annerl vom Martin-Gropius-Krankenhaus in Eberswalde, wie umfassend und schwerwiegend eine Angsterkrankung in den Alltag der Betroffenen eingreift. Wir alle haben Ängste, sie sind ein natürlicher Mechanismus, der uns vor Gefahren schützen soll. Ab wann spricht man aber von einer Angststörung? Das moderne Leben hält so manche Gefahr für unsere psychische Unversehrtheit bereit. Statistiken beweisen, dass die Zahl der psychisch Erkrankten in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat. Aber wodurch entsteht eine Angststörung eigentlich? Neben den unsichtbaren, psychologischen Beschwerden, kommt eine Angststörung auch mit enormen physischen Belastungen daher. Bei einer Panikattacke etwa geraten Geist und Körper in einen sehr enervierenden Ausnahmezustand. Betroffene sind mit ihrer Krankheit jedoch nicht allein. Die moderne Psychotherapie bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Behandlung der Beschwerden. Eine erste Anlaufstelle kann der Hausarzt sein. Eine Erkrankung der Psyche, wie diese auch immer geartet ist, stellt nicht nur eine seelische Zerreisprobe für den Betroffenen dar, auch für die Angehörigen kann die Erkrankung zu einer schweren Belastung und damit wiederum auch zu einer Gefahr für die eigene Gesundheit werden. Wie kann man als Angehöriger Hilfe leisten? Die psychologischen Behandlungsmöglichkeiten sind zahlreich und längst medizinischer Alltag, dennoch ist das Gebiet der „Psychotherapie“ für manche noch immer unbekanntes Terrain. Vorbehalte oder auch Scham lassen viele den Weg zum Arzt scheuen. Dabei kann es prinzipiell einen jeden von uns treffen. Und was dann? Wie sieht die Therapie einer Angststörung eigentlich aus? Der Informationsabend zum Thema „Angst“ fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Medizinischer Dienstag“ statt. Bei der nächsten Ausgabe am 13. November geht es um die Behandlung der Arthrose im Kniegelenk. Beginn ist um 18 Uhr im Paul-Wunderlich-Haus.

Bericht/Kamera/Schnitt: Florian Beyer

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