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Das ODF bei der Vorpräsentation des Jubiläumskalenders

310 Jahre Spechthausen

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Beitrag: 310 Jahre Spechthausen

Datum: 23.10.2018
Rubrik: Gesellschaft

Anlässlich des 310 Geburtstages des kleinen Ortes Spechthausen, erscheint Ende des Jahres ein Jubiläumskalender mit historischen Ansichten des ehemaligen Industriestandortes. Am vergangenen Donnerstag fand im Restaurant Waldhof in Spechthausen die Vorpräsentation dazu statt. Wir waren mit der Kamera vor Ort.

Begibt man sich auf einen Spaziergang durch Spechthausen, folgt man zwangsläufig den Spuren seiner reichhaltigen Geschichte. Gegründet im Jahre 1708 und erstmals schriftlich erwähnt 1709, blickt der kleine Ort auf eine erfolgreiche Industriekultur zurück. Anlässlich des 310 Jubiläums Spechthausens erscheint in Kürze ein Kalender mit historischen Motiven des heutigen Eberswalder Stadtteils. Im ehemaligen Gasthaus des Ortes, dem heutigen Restaurant Waldhof konnte man sich im Rahmen einer Vorpräsentation einen ersten Eindruck davon verschaffen, wie der Kalender aussehen wird. Nicht nur für die Bewohner Spechthausens stellt der Kalender ein besonderes Zeitdokument dar, macht er doch deutlich, wie vielfältig die Industriekultur im gesamten Barnim einst aussah. Doch bis zu seinem Erscheinen ist noch der ein oder andere Handgriff nötig. Die Grundlage für die Gründung des Ortes, war ein gebauter Eisenhammer mit Schmelzofen, den der Kupferschmiedemeister Johann Georg Specht erbauen ließ. Von ihm hat der Ort auch seinen Namen. Es waren die günstigen natürlichen Gegebenheiten, welche den Schmiedemeister dazu veranlassten den Ort genau an jener Stelle, am Zusammenfluss von Nonnenfließ und Schwärze, zu gründen. Im Jahre 1709 teilte Specht mit, „dass die Schneidemühle zu Spechthausen fertig gebaut sei“, im Jahr darauf erhielt er die Genehmigung für die Errichtung eines Eisen- und Kugelhammers. 1724 erfolgte dann der Umbau zu einer Mahl- und Schneidemühle. Schließlich, auf Anregung des preußischen Königs Friedrich II. erfolgte der Ausbau zu einer Papierfabrik. Etwa die Hälfte der historischen Ansichten in dem Kalender stammen aus der privaten Sammlung von Optikermeister und Heimatforscher Dietmar Ortel. Aber auch andere haben das Projekt tatkräftig unterstützt. Dietmar Ortel war es wichtig, mit dem Kalender ein Stück Identität wiederaufzuarbeiten und die Geschichte von Spechthausen lebendig zu gestalten. Betrachtet man sich die Auswahl der historischen Ansichten, kommt man nicht umhin zu sagen, es ist ihm gelungen.

Bericht/Kamera/Schnitt: Florian Beyer

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