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Anwohner der Konrad-Zuse-Straße wollen Verkehrsberuhigung und erhalten politische Unterstützung

Mehr Verkehr, weniger Ruhe

Datum: 05.11.2018

Bernau (fw). Die Bewohner der Konrad-Zuse-Straße fühlen sich gestört. Sie wohnen an einer Anliegerstraße, doch sie haben das Gefühl, dass sie verstärkt vom Durchgangsverkehr genutzt wird. So nehmen beispielsweise viele Autofahrer aus Richtung Schönow eine Abkürzung zur Autobahnauffahrt Bernau-Nord. Dabei halten sie sich laut den Anwohnern nicht an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h und auch Lkw würden trotz Verbot immer öfter die Straße passieren. Die parallel verlaufende Werner-von-Siemens-Straße würde zwar ebenfalls als Abkürzung dienen, doch da sich dort die Polizei befindet, würden viele Raser diesen Weg vermeiden, meinen die Anwohner. Sie sind auch um die Sicherheit der Kinder besorgt, die zum nahe gelegenen Skatepark wollen.
Janek Laddey lebt seit 14 Jahren mit seiner Familie dort. Seit dem Ausbau des Ortsteils Schönow hat er verstärkt das Gefühl, dass der Verkehr in seiner Straße zunimmt. Daher sammelte er Unterschriften von fast allen Anwohnern und wandte sich auch an die Stadtverwaltung. Sie blieb nicht untätig. So gab es Begehungen und Verkehrszählungen. Dabei wurde festgestellt, dass mit knapp 1.700 Fahrzeugen pro Tag ein „nicht unerhebliches“ Verkehrsaufkommen bestehe und auch die Höchstgeschwindigkeit häufig überschritten werde. Die Stadt sieht zwar Handlungsbedarf, will aber laut einem Schreiben vom 3. August dieses Jahres noch die Fertigstellung der Wohnbebauung in der Emmy-Noether-Straße abwarten. Denn der Verkehr könnte ebenfalls Einfluss auf die Konrad-Zuse-Straße haben, unter anderem durch die Rechts-vor-Links-Regelung, die dann greifen wird. Weiter heißt es in dem Brief, dass im Frühjahr 2019 eine erneute Überprüfung des Verkehrsaufkommens geplant sei und dass die Polizei um mehr Verkehrskontrollen in der Straße gebeten wurde.
Doch das reicht den Anwohnern nicht. Sie wollen, dass vorher etwas passiert und erhalten dabei Unterstützung von BVB/Freie Wähler. Die Fraktion in der Bernauer Stadtverordnetenversammlung bringt einen Antrag in die November-Sitzung ein. Darin heißt es, dass bauliche Maßnahmen zur Einhaltung der Tempo-30-Regel vorgenommen werden und ein Durchgangsverbot für Lkw erfolgen soll. Fraktionsvorsitzender Péter Vida findet, dass die „Beschwichtigungen der Stadt nicht hinnehmbar“ seien und pocht auf den Erhalt des Gebiets-Charakters. Der Antrag sieht auch eine Minderung der Lärmbelästigung vor. Sie kommt vor allem durch eine Pflaster-
ung zustande, die bei der Verkehrsverengung in der Straße gebaut wurde. „Wenn die Autos da rüber rasen, macht das viel Krach“, findet Anwohnerin Brigitte Schreiber. Sie würde sich eine Straße wie die Buchenallee in Panketal wünschen.

Foto: BVB/Freie Wähler

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