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Kulinarischer Rundgang mit dem Nachtwächter

Entdeckungstour durch Altlandsberg

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Beitrag: Entdeckungstour durch Altlandsberg

Datum: 08.11.2018
Rubrik: Kunst & Kultur

In Altlandsberg hat sich in den letzten Jahren eine Menge getan. Der Domänenhof und die Schlosskirche, die zum Schlossgut gehören, wurden liebevoll saniert. Weitere Sanierungs- und Baumaßnahmen sollen folgen. Bereits jetzt schon ist das Brau- und Brennhaus Altlandsberg ein zentraler Anziehungspunkt und beliebtes Ausflugsziel, das wir uns einmal näher angesehen haben.

Horst Hildenbrand ist der Nachtwächter von Altlandsberg und führt gerne Touristen durch seine Stadt. Er beginnt seinen Rundgang mit uns am Eingang zum Schlossgut. Hier wo einst der spätere preußische Regent Friedrich I. seine Jugend verbrachte, befindet sich heute unter anderem die Stadtinformation. Der Domänenhof des Gutes hat aber noch mehr zu bieten. Hochprozentiges. Reinhard Wiese ist hier der Brennmeister und hat gerade einen Gin angesetzt. Das Destillat kann man schon mal vorsichtig kosten. Seit fast drei Jahren gibt es diese Brennerei. Hier entstehen Brände für Feinschmecker. Hautnah können die Besucher hier erleben, wie der Geist in die Flaschen kommt. Über 14 Sorten bietet die Brennerei mittlerweile an. Das wollen wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. Der Keller befindet sich in der Bernauer Straße unweit des Schlossgutes. Hier kann man zum Beispiel den Schwarzbierlikör verkosten, der aus dem Altlandsberger Nachtwächterbier hergestellt wird. Denn in Altlandsberg wird nicht nur richtig guter Schnaps gebrannt sondern auch Bier gebraut. Dafür ist Jens Richter zuständig. Der Braumeister macht hier alles selbst. Unverzichtbar für das Bier ist das Malz, das aus Gerste gewonnen wird und hier erst mal in die Schrotmühle kommt. Daraus wird durch Mischen mit Wasser die Maische gewonnen, die unterirdisch rüber in den Läuterbottich kommt. Im Keller des Altlandsberger Brau- und Brennhauses befinden sich dann die Gärböttiche. Hier entsteht aus dem Sud das Bier. Das schönste am Bierbrauen ist ganz sicher das Probieren. Auch Braumeister Jens Richter muss regelmäßig den Geschmack seines Bieres prüfen und einschätzen. Ein frisch gezapftes kann man gleich neben an im Restaurant des Brau und Brennhauses genießen. Hier bedient Nadine Groeger ihre Gäste. Ein Nachtwächter Bier und viele andere Spezialitäten aus Altlansberg werden hier angeboten. Für die gute Küche des Hauses ist unter anderem Erik Fischer zuständig. Er beschreibt die Küche als rustikale Küche, die durchs besondere Zubereiten und Anrichten zu einer gehobenen wird. Hier bereitet er ein Entrecôte mit Blauschimmelkäse, eingelegter Rote Beete und Mandelkroketten zu, frisch aus der Küche kann der Gast diese feine Kreation des Hauses genießen. So gestärkt geht es weiter durch Altlandsberg. Am Ende seines Bummels macht der Nachtwächter noch einen Besuch beim Heimatverein. Hier wird Geschichte lebendig. Der Heimatverein dokumentiert und erforscht die Altlandsberger Stadtgeschichte und vermittelt sie seinen Besuchern. Besonders Kindern soll sie so nähergebracht werden. Viele Geschichten gibt es in Altlandsberg zu erzählen und es kommen bestimmt immer noch mehr dazu.

Bericht/Kamera/Schnitt: Christoph Mann

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