Nachrichten - Kunst & Kultur

Höhepunkt zur Adventszeit: Mitglieder des Tanztheater Strausberg zeigen tänzerisches Können und selbst erdachtes Märchen

Tanzgala mit Troll und Fee

Datum: 05.12.2018
Rubrik: Kunst & Kultur

Strausberg (sd). Mittlerweile eine eigene Größe in der Adventszeit ist die große Gala des Tanztheater Strausberg. Neben ihrem Können zeigen die Kinder und Jugendlichen auch ein einzigartiges Märchen. Jungen und Mädchen der Kitas und Schulen kamen bereits vor den beiden Aufführungen am Samstag und Sonntag in den Genuss des aktuellen Gala-Programms. Die Tanzgala wurde in diesem Jahr mit der getanzten Geschichte „Das Elfenmädchen Lilli und Kalle der Troll“ ergänzt. „Weihnachten ist immer auch Märchenzeit. Vieles ist schon bekannt und vielfach umgesetzt worden, sodass Helga Esch und ich angefangen haben, ein eigenes Märchen zu entwickeln“, erklärt Stefanie Billerbeck zu „Lilli und Kalle“. Oftmals würden Kinder und Jugendliche getanzte Märchen kaum noch kennen, wissen Billerbeck und Esch. Anders als sonst würde so mehr Aufmerksamkeit verlangt, da statt Texten über Tänze, Bewegungen, Kostüme und Mimik die Handlung ausgedrückt wird. Bei den ersten Aufführungen wurde es ganz still im Saal des Campus Bundeswehr Strausberg. „So still und aufmerksam sind die Kinder selten“, bemerkten Erzieher und Lehrer. Die Geschichte um die Elfin Lilli und den Troll Kalle mit den vielen selbstgestalteten Choreografien, Kostümen und Bühnenbildern zog in den Bann.  Da das Märchen noch nicht bekannt ist, wurde eine einzigartige Spannung aufgebaut, die wohl jeden Zuschauer mitriss.Dazu beeindruckte das tänzerische Können der 80 Kinder und Jugendlichen des Tanztheaters bei den insgesamt vier Aufführungen. „Es geht vor allem darum zu zeigen, wie vielfältig das Erlernte ist“, ergänzt die Leiterin des Tanztheaters Billerbeck. Schnell erfassten auch die jüngsten Zuschauer den Inhalt des getanzten Märchens aus der Feder von Helga Esch und Stefanie Billerbeck. Während Trolle und Elfen sich gar nicht so gut vertragen, wie mancher meinen mag, entsteht zwischen Lilli und Kalle eine Freundschaft. Als die beiden Kinder in Gefahr geraten, können Trolle und Elfen sie nur gemeinsam aus der misslichen Lage befreien. „Wir hatten quasi noch ein extra Theater hinter der Bühne“, beschreibt Billerbeck knapp den Aufwand bei den Vorführungen. Nicht nur als jährlicher Höhepunkt für die Mitglieder des Tanztheaters und als Präsentation hat die alljährliche Gala einen hohen Stellenwert. „Natürlich hoffen wir so auch neugierig zu machen und so den ein oder anderen Neuzugang zu gewinnen“, ergänzt Helga Esch. Etwa ein Jahr wurden Gala und Theaterstück vorbereitet. Die meisten der jungen Akteure üben nach der Schule, was vor allem während Prüfungen und auch in den Ferien nicht immer ganz einfach ist. Doch der Applaus und die vielen positiven Rückmeldungen bestätigen alle in der geleisteten Arbeit. „Vor allem danken wir den Eltern, die uns beim Transport unterstützen, den vielen Helfern am Einlass, der Garderobe, dem Kartenverkauf, den Spenden und drumherum. Nicht zu vergessen Dirk Barthe, der die ganze Technik steuert und bedient“, schließen Stefanie Billerbeck und Helga Esch. Doch frei nach dem Motto „nach der Gala ist vor der Gala“ sind die beiden kreativen Köpfe bereits am Tüfteln und überlegen. Man darf also gespannt sein, was im nächsten Jahr wieder geboten wird.

BU: Natürlich fehlten bei der Gala des Tanztheaters Strausberg auch die weihnachtlichen Akzente nicht.    Fotos (2): BAB/sd

BU2: Elfenkind Lilli (Mitte) und Troll Kalle (vorn rechts) spielten die Hauptrollen in dem getanzten Märchen, das sich der Gala anschloss.

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