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157 zahlende Zuschauer trotzten dem miesen Wetter - FCS siegt knapp mit 4:3 gegen Malchow

Wasserschlacht folgt Weihnachtssingen

Datum: 09.12.2018
Rubrik: Sport

Strausberg (e.b./ml/sd). Mit einem knappen Heimsieg verabschieden sich die Strausberger Oberliga-Fußballer in die Winterpause. Dabei zeigte die Partie nach dem zweiten Weihnachtssingen deutlich, wie problematisch anhaltender Regen ist.

Wenn man von „Aufenthaltsqualität“ spricht, dann denkt man an die Verbesserung der Nutzbarkeit von zugigen Bahnhöfen, von Bushaltestellen ohne Dach oder auch von öffentlichen Spielplätzen. In einem städtischen Stadion bedeutet Aufenthaltsqualität weitläufige Zugangsbereiche ohne „Seenlandschaft“ nach Regen und natürlich ein überdachter Steh-/Sitzplatz. So gesehen leidet das heimische Stadion, die Strausberger EnergieArena, schon seit vielen Jahren an fehlender Aufenthaltsqualität. Diese zu verbessern, ist erklärtes Ziel der Strausberger Stadtverordneten und sie haben dazu konkrete Pläne gemacht. Was fehlt, ist das nötige Kleingeld, denn ohne Förderung ist ein solches Projekt für die klamme Stadt nicht zu stemmen. Wenn ein sangesfreudiger Strausberger am vergangenen Freitag zwischen 17 und 18 Uhr gen Himmel schaute, aus dem dicke Tropfen auf ihn niederprasselten und er die sprichwörtlichen „Zustände“ im Stadion kennt, dann konnte dies für ihn nur einen Schluss zulassen: ich bleibe in meinem warmen Zuhause. Anders diejenigen, die bereits 2017 beim 1.Weihnachtssingen dabei waren. Die wussten, wieviel Mühe sich die Organisatoren gegeben haben, sei es der Fanfarenzug mit einem Liveauftritt, der Gemischte Chor Strausberg mit Livegesang oder der FC Strausberg (FCS) mit Livefußball. 157 zahlende Zuschauer trotzten also dem miesen Wetter und wurden nicht enttäuscht. Der Glühwein floss reichlich, die Bratwurst schmeckte wie immer hervorragend, der Fanfarenzug trommelte sprichwörtlich für seinen Traum von Kanada und der Gemischte Chor war sowieso in seinem Element. Und was das Wetter angeht, hatte Petrus ein Einsehen – von 18 Uhr regnete es gut eine Stunde lang nicht. Von oben gab es den Segen durch Pfarrer Tilmann Kuhn und die „Obrigkeit“ in Gestalt von Bürgermeisterin Elke Stadeler machte dem Singen ihre Aufwartung. Für die vier Vereine, die das Event nun zum zweiten Mal organisiert haben, was das Singen ein Minusgeschäft. Kosten für den Druck von Plakaten, Gesangsheften und Eintrittskarten sowie für die Tontechnik, die Ordner und den Pianisten fraßen die Einnahmen komplett auf. Man wird sehen, ob es eine Fortsetzung 2019 gibt. Eine Fortsetzung der guten Hinserie in der Oberliga Nord des NOFV wünscht sich der FCS im kommenden Jahr auf jeden Fall. 25 Punkte stehen für das Reimann-Team zu Buche, drei davon entfielen auf die Wasserschlacht am Freitagabend. Denn nachdem das Singen beendet war, öffnete Petrus seine Schleusen wieder unnachgiebig und verwandelte die Arena in eine Seenlandschaft. Zur Halbzeit führte der FCS aber trotz der widrigen Bedingungen gegen harmlose Malchower mit 4:1 durch Tore von Caga Aslan (10. Minute), Tino Istvanic (16. Minute), Lars Rother (Elfmeter-Tor, 20. Minute) und Felix Angerhöfer (38. Minute), bevor die Gäste die sich in trügerischer Sicherheit wiegenden Hausherrn im zweiten Durchgang defensiv vor Probleme stellten und bis auf 4:3 verkürzen konnten. Reimann wechselte in der 68. Minute den etatmäßigen Kapitän Alexander Sobeck ein, der hinten „dicht“ machte.

Nun geht es in die wohlverdiente Winterpause, in der es personelle Veränderungen im Team geben wird.

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