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Bernauer CDU stellt beim Neujahrsempfang Maskottchen vor / Straßenausbaubeiträge und Zehn-Minuten-Takt auf Agenda

Ein Wal für's Wahljahr

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Beitrag: Ein Wal für's Wahljahr

Datum: 15.01.2019

Bernau (fw). Wie für andere Parteien auch, steht für die CDU dieses Jahr ganz klar im Zeichen der bevorstehenden Wahlen. Die Bernauer Christdemokraten machten das auf ihrem Neujahrsempfang am Montagabend auch visuell deutlich. Landtagskandidat Daniel Sauer stellte den zahlreich erschienenen Gästen im Bürgerbüro Berni vor: Er ist der freundlich aussehende „Kommunalwal“, der den Wahlkampf begleiten wird. Er wurde als Pappaufsteller, als Plüschtier, auf einer Torte und sogar als Plätzchen präsentiert.

Das Maskottchen wurde aus verschiedenen Gründen gewählt. Zum einen ist der Wal ein sich gemächlich fortbewegendes Tier, das aber stetig voran schwimmt, was als Metapher für die Politik der CDU verstanden werden kann. Die Welle, auf der er schwimmt, steht für die Bewegung und auch die Größe des Wals hat einen inhaltlichen Bezug. „Ein Wal ist groß. Ob er noch größer werden soll, ist fraglich“, sagte Sauer. Damit spielte er auf die stetig wachsende Stadt an, die im vergangenen Jahr die 40.000-Einwohner-Marke überschritt. „Ich kenne niemanden, der den 50.000. Bernauer als Nachbarn begrüßen möchte“, bemerkte der Vorstandsvorsitzende des CDU-Stadtverbandes. Widerspruch kam aus dem Publikum von Josef Keil (SPD), der offenbar nichts gegen das Wachstum hat.

Sauer versprach, dass die Bernauer CDU mit einem jungen, freundlichen Team bei der Kommunalwahl antreten wird. Es soll aus bekannten Mitgliedern sowie neuen Gesichtern bestehen. Inhaltlich stehen die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, eine verbesserte Infrastruktur sowie der Zehn-Minuten-Takt auf der To-Do-Liste der Christdemokraten auf Kommunal- und Landesebene. Als Gastredner war Rainer Genilke, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag geladen. Er pochte auf eine schnellere Anbindung nach Berlin und mehr Platz für Bahnfahrende in den Zügen. Allerdings dürfe sich die Verkehrsentwicklung des Landes nicht nur auf Berlin, sondern auch Potsdam, Dresden und Hamburg konzentrieren, denn auch in diese Städte fahren Pendler aus ganz Brandenburg zur Arbeit.

Der Fraktionsvorsitzende Othmar Nickel schaute auf ein für ihn bewegtes 2018 zurück. Er trat für die CDU als Landratskandidat an und schaffte es bis in die Stichwahl, die allerdings keine Entscheidung brachte. Erst eine Abstimmung im Kreistag kürte seinen SPD-Kontrahenten Daniel Kurth zum Sieger. Da sich die Amtszeit der Stadtverordneten zu Ende neigt, zog Nickel ein Fazit. In mehr als 40 Versammlungen brachte seine Fraktion über 30 Anträge ein, die sowohl Zuspruch als auch Ablehnung erfuhren. Vorangebracht wurden unter anderem Verkehrsberuhigungsmaßnahmen an Schulen, die Wiederbelebung des Neubürgerempfangs und die Einrichtung des Live-Streams der Stadtverordnetenversammlungen. Die Zusammenarbeit mit anderen Parteien hob er als produktiv hervor. Er wünscht sich, dass es so weitergeht und die CDU auch nach der Kommunalwahl im Mai 2019 eine „starke Stimme“ in der Lokalpolitik bleibe.

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