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Jahresabschlussturnier des VCS – gute Entwicklung – Langjähriger Aktiver Erwin Wetzel zieht sich zurück

Sportlicher Jahresabschluss und allmählicher Rückzug

Datum: 31.12.2018
Rubrik: Sport

Strausberg (sd). Bindungen, die beim Vereinssport aufgebaut werden, halten oft viel länger als die sportliche Aktivität. Da wundert es kaum, dass zum Jahresabschluss-Turnier des Volleyballclubs Strausberg auch viele Ehemalige an die alte Wirkungsstätte zurückkehrten. Indes konnte ein positives Fazit zum Jahr gezogen werden.

Ab der fünften Klasse hat Ilka Kobelt angefangen, Volleyball zu spielen, brachte es beim VCS bis in das erste Damenteam. „Wir sind zusammengewachsen, wie eine zweite Familie“, so Kobelt. Doch mit dem Studium in Jena wurde die Distanz größer. Dank Facebook und Whatsapp hielt sie den Kontakt und kam zum Jahresabschlussturnier gern wieder vorbei. Beim Training und dem Schleifchenturnier der Jüngsten half sie, bevor es später zum Jahresabschlussturnier ging. „Die Verbindung ist immer geblieben. Es ist toll, die ganzen vertrauten Spieler wiederzusehen und sich auszutauschen, da ist das gemeinsame Spiel gewissermaßen ein Bonus“, so Ilka Kobelt. Der Erstsemestlerin fehlt besonders die gemeinsame Zeit. Doch dem Sport bleibt sie treu und schließt sich eventuell einem neuen Verein an, der jedoch „nur Ergänzung“ sein kann.  

59 Spielerinnen und Spieler fanden sich in zehn Teams zum gemeinsamen Spiel zusammen. Platzierungen waren da eher Nebensache. Egal ob Aktive, Ehemalige oder Sympathisanten des VCS – alle fanden zusammen. „Es macht jedes Jahr wieder Spaß“, war neben Lob für die Organisatoren immer wieder zu hören. Traditionell übernahmen die Teilnehmer die Verpflegung selbst – zuvor trugen sich 42 in die Liste zum Buffet ein.

„Es war insgesamt ein gutes Jahr“, blickt Dirk Zimmermann in einer Spielpause zurück. Während es besonders für die Damen in der Landesliga gut läuft, konnten sich die Herren trotz einiger Schwierigkeiten immer besser etablieren. Auch in der Kreisunion und der Stadtliga sind die Teams des VCS gut dabei.  „Wir wollen das Niveau halten und uns verbessern, die Saison zu einem guten Abschluss bringen“, so der stellvertretende Präsident Herren. Dass es im Nachwuchsbereich des über 120 Mitglieder starken Vereins gut laufe, sei besonders den Schulkooperationen und der vereinsinternen Arbeit zu verdanken, wie Zimmermann ausführt.

Erst im Oktober gab es einen Umbruch und Führungswechsel bei der Vorstandswahl. Seitdem ist Michael Trude Präsident, Gaby Krüger stellvertretende Präsidentin weiblich, Maria Nelk Schriftführerin und Verena Wiedermann Schatzmeisterin. Gaby Krüger beerbte damit auch Erwin Wetzel, der sich nicht nochmal zur Wahl stellte und 2014 Michael Trude vom VC Strausberg brachte. Vor allem solle der Präsident repräsentieren, während sich seine Stellvertreter um die jeweiligen Bereiche kümmern, wie Wetzel ergänzt.

Aus gesundheitlichen Gründen tritt Erwin Wetzel nun kürzer. Zuletzt auch Interimstrainer der Herren I, ist er sehr zuversichtlich, dass „die Jungs das auch ohne mich schaffen“. Dabei baut er vor allem auf die beiden erfahrenen Spieler André Heinz (auch Co-Trainer), Jörg Schmidt und Jan Fillinger. „In Hennigsdorf zeigten sie, dass sie auch ohne mich gewinnen können“, ergänzt Wetzel. Den jüngsten Volleyballern wird Wetzel nach wie vor erhalten bleiben.

Das Jahresabschlussturnier nutzte er, um den vielen Wegbegleitern und Unterstützern zu danken. Schon seit 1986 war der ehemalige Lehrer beim Reichenberger SV aktiv und gestaltete den Weg vom Mühlenberger SV zum VCS 2014 mit. „Er hat viele Spuren hinterlassen und unschätzbare Arbeit geleistet“, dankt Dirk Zimmermann stellvertretend. Doch während es bei den Aktiven gut laufe, seien vor allem die Trainer und Übungsleiter die Achillesverse des Vereins, schränkt Zimmermann ein und appelliert an mögliche Verstärkung. „Ehemalige Sportlehrer wie Erwin sind ein Idealfall“, so Zimmermann weiter. Auch wenn er es nicht gerne höre, sei Wetzel die Seele des Vereins, fasst Dirk Zimmermann zusammen und ergänzt, „Erwin ist nicht offiziell ausgetreten, er tritt nur kürzer“ Noch bis in die Abendstunden wurde in der Halle des Oberstufenzentrums gepritscht und gebaggert sowie in gemütlicher lockerer Runde, so manche Anekdote ausgetauscht und hinzugefügt. 

BU: Bleibt dem Sport treu: Auch wenn Erwin Wetzel sich langsam aus der Verinsarbeit zurückzieht, kümmert er sich weiterhin beispielsweise um den nachwuchsbereich des VCS.     Foto: BAB/sd

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