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Strausberger Silvesterlauf startete das 14. Mal am Marienberg – Hauptstrecken über fünf und zehn Kilometer

Nicht nur wegen der Kalorien

Datum: 31.12.2018
Rubrik: Sport

Strausberg (sd). Weder Arno Schulz noch seine Unterstützer hätten wohl beim ersten Silvesterlauf damit gerechnet, dass sich eine richtige Tradition entwickelt. Aus dem kleinen Jahresendlauf einer Hand voll Sportler ist ein fester Treff in Strausberg und Umgebung geworden. Da musste sich Olaf Borchardt beeilen: Direkt nach dem er den Startschuss für die rund 160 Läuferinnen und Läufer an der Aschebahn gegeben hatte, reihte sich der ehemalige Bürgermeister Petershagen/Eggersdorfs in den Pulk ein. Wahlweise bis zur Fähre oder bis zur Seespitze ging es für die Teilnehmer aller Altersklassen. Je nach Lust und Fähigkeiten, wurde selbst bestimmt, wie weit die Strecke führt. Manch einer absolvierte auch sieben oder acht Kilometer. Regelmäßig laden Arno Schulz sowie Unterstützer der LKK Klimatechnik, der TGA Heinemann und ehrenamtliche Helfer zum Silvesterlauf ein. Schon vor dem Start sorgten die Moderatoren Jörg Jankowsky und Arno Schulz für gute Laune im Starterfeld. Nach einer kurzen Einweisung, individueller Erwärmung und einer Stadionrunde ging es auf die Strecke. Sogar ein paar Nordic Walker waren dabei. Im Ziel angekommen, gab es einen Aufkleber für den Läuferpass und eine Urkunde. Stärken konnten sich alle bei Kinderpunsch beziehungsweise Glühwein am Stand der TGA Heineman und einem Pfannkuchen der Bäckerei Hennig. „Alles läuft ordentlich, wir helfen uns, wo wir können. Es ist ein Geben und Nehmen“, so Arno Schulz. Vor allem die Freude und der Spaß seien Triebfeder der Organisatoren. Solange der Lauf zum Jahresausklang so gut angenommen werde, gebe es keinen Grund aufzuhören. Für das Jubiläum 2019, dem 15. Strausberger Silvesterlauf gebe es indes noch keine konkreten Planungen, was eine kleine Feier der Tradition betrifft. Eine Besonderheit ist auch, dass die gesamte Versorgung und Teilnahme kostenfrei ist. Da einige Teilnehmer dennoch etwas für den Glühwein geben wollten, wurde spontan eine Spendenbox zugunsten des Tierheim Wesendahl eingerichtet. Fit halten will sich Scott Konrad. Der Nachwuchskicker des FC Strausberg lobt den Crosscharakter und den Untergrund der Strecke. Das erste Mal dabei, lief er als erster nach fünf Kilometern wieder im Stadion ein. Gemeinsam mit Teamkamerad Shwan Thieme gestartet, der als Dritter nach ihm einlief, ist Scott sicherlich auch beim nächsten Mal wieder dabei. Ähnlich sieht es bei den Mitgliedern des 1. Radsportclub Strausberg (1. RSC) aus: „Es ist nicht nur die Verbindung zur LKK und zu den Leuten hier. Wir müssen uns fit halten“, so Mathias Behr. Vor allem um des Spaßes willen ist Gina Haberecht vom Rennrad auf die Laufstrecke gewechselt. „Hier gibt es keinen Erfolgsdruck und neben den bekannten sind immer wieder neue Gesichter dabei“, so die 16-Jährige vom 1. RSC. Schon zum vierten Mal ging sie an den Start und absolvierte etwa acht Kilometer. Auch Charlotte Henze tauschte ihr Fahrrad gegen Nordic Walking-Stöcke und lief mit um den See. Bei zahlreichen Veranstaltungen ist die 90-jährige Strausbergerin bereits bekannt und von vielen dafür geachtet. Gemeinsam mit ihrer Mutter lief die siebenjährige Clara Eberwien das erste Mal beim Silvesterlauf und wartete schon gespannt im Ziel auf ihre Mutter. Von einem Event mit „Volkssportcharakter“ spricht Birgit Kotowski und macht bestimmt wieder mit. Sonst läuft die 60-Jährige eher für sich und genießt die „tolle Stimmung“. „Es ist ein schöner Jahresausklang. Nicht nur wegen der Kalorien“, sagt Enrico Barsch, der seit 2011 regelmäßiger Gast ist. „Man bekommt den Kopf wieder frei“, so der Eggersdorfer, der auch schon bei Schnee mitgelaufen ist. Während sonst auch seine Tochter mitläuft, war der 52-Jährige dieses Mal nur mit seinem Sohn Tyler (12) auf der Strecke. Fußballer Tyler, der auch über FCS-Kameraden zu dem Lauf kam, lobt „es ist mal was anderes als Training und hält trotzdem fit“. Gleichzeitig treffen die zwei regelmäßig Freunde und Bekannte wieder. Nicht nur die beiden Eggersdorfer loben die sehr gute Organisation und sind dankbar für das besondere Angebot. Für die etwa elf aktiven Helfer, wie Jörg-Ulrich Knobloch, der bei den Urkunden und Läuferpässen half, gab es natürlich auch ein Dankeschön von Arno Schulz.

BU: Unter den Teilnehmern des Silvesterlaufs gibt es mittlerweile richtige Bekanntschaften, die auch mehr als einmal jährlich ausgelebt werden, und immer wieder neue Gesichter.      Foto: BAB/sd

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