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Vom Leben mit dem Biber

Der Burgherr mit den kräftigen Zähnen

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Beitrag: Der Burgherr mit den kräftigen Zähnen

Datum: 25.01.2019
Rubrik: Gesellschaft

Eigentlich ist er ein überaus niedliches Tier und aufgrund seiner faszinierenden Lebensweise, gibt es viele interessante Fakten über ihn zu berichten. Doch in den letzten Jahren hat der Biber für geradezu hitzige Diskussionen gesorgt. Dabei war das zweitgrößte lebende Nagetier der Erde bis vor noch gar nicht allzu langer Zeit aus unseren Breitengraden fast gänzlich verschwunden. Wie konnte er also zu einer so kontroversen Gestalt in der öffentlichen Wahrnehmung werden? Gregor Beyer ist Vorsitzender des Landesverbandes Brandenburg der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Der Biber gehört zu seinen beruflichen Schwerpunktthemen.

Das Gerücht, Biber würden Bäume fällen, um diese gänzlich zu verspeisen, hält sich hartnäckig, ist jedoch ganz klar in der popkulturellen Folklore zu verorten. Biberkritiker sehen im sogenannten Biberverbiss den Hauptgrund dem Nager argwöhnisch gegenüber zu treten. Tatsächlich haben Biberschäden, wie hier beim Herthafließ in Eberswalde in den letzten Jahren rasant zugenommen und stellen zum Beispiel für Wanderer eine Gefahr da. Der Biber ist jedoch nicht daran interessiert die Menschen zu ärgern, er folgt lediglich seiner Natur.

In der Biber-Debatte gibt es kein Schwarz und Weiß. Jedoch haben sich die subjektiven Fronten verhärtet. Naturschützer, Jäger und Landnutzer stehen sich in diesem Konflikt gegenüber. Einig ist man sich nur darüber, dass der Biber bleiben soll, die Frage ist jedoch unter welchen Umständen.

Die 2015 in Kraft getretene Biberverordnung des Landes Brandenburg soll den Konflikt in Sachen Biber reglementieren. Land und Kommunen sehen sich als Vermittler zwischen den zerstrittenen Parteien. Ein wirkliches Ende der Debatte ist jedoch noch nicht in Sicht.

Bericht/Kamera/Schnitt: Florian Beyer

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