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Rückblicke, Ausblicke und Dank bestimmen Neujahrsempfang in Wandlitz

Vize-„Landarzt“ zu Gast

Datum: 26.01.2019

Wandlitz (fw). Unterhaltung, Politik und Networking standen im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Gemeinde Wandlitz am Freitagabend. Dazu begrüßte Bürgermeisterin Jana Radant neben Bürgern, ehrenamtlich Engagierten und Kulturakteuren auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft im „Goldenen Löwen“. Nach einer unterhaltsamen musikalischen Eröffnung durch das Duo „Mochitos“ schaute die Verwaltungschefin auf das Jahr 2018 zurück. Ein Austausch zwischen Ortsbeiräten, Gemeindevertretern, Gewerbetreibenden und Vertretern des sozialen Raumes hätte insgesamt zu einer positiven Entwicklung der Gemeinde geführt. Lobend hob sie auch die solide Haushaltsführung hervor, wodurch Wandlitz in diesem Jahr mit 49 Millionen Euro wirtschaften könne. Sie brachte außerdem einen Überschuss in Höhe von 3,5 Millionen Euro ein.

Bei den Investitionen steht die soziale Infrastruktur im Mittelpunkt. Ein Beispiel dafür ist das neue Gemeindezentrum im Ortsteil Lanke, das 2018 eröffnet wurde und 2,6 Millionen Euro kostete. In diesem Jahr werden die Investitionen in neue Kitas und Schulen fortgesetzt. In Wandlitz sollen die Planungen für eine neue Kita beginnen, in Schönwalde und Stolzenhagen sollen die Kapazitäten erweitert werden. Neben laufenden Projekten in Basdorf und in Klosterfelde könnte auch auf dem Gelände der ehemaligen Polizeischule eine weitere Quartiers-Kita entstehen. Eine Entscheidung zur Entwicklung des Grundschulstandortes Wandlitz stehe noch aus. Statt den bestehenden Standort auszubauen, spricht sich die Gemeinde für den Bau einer 4. Grundschule in der Gemeinde aus.

Der festliche Abend bot auch Raum für Ehrungen. Warme Worte gab es für die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr: „Ihr seid die Helden des Alltags“, sagte Radant. Für sein langjähriges Engagement in der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Region Heidekrautbahn“ wurde ihr Vorsitzender Dietmar Seefeldt geehrt. Auch Grundschullehrerin Ute Klatt bekam Blumen. Sie leitet ehrenamtlich den Chor, hat eine Schülerband ins Leben gerufen und ist die Computerfachfrau an der Schule. Ihr musikalisches Können stellte die Lehrerin als Klavierbegleitung des Fünftklässlers Sascha Atamasow unter Beweis. Der junge Geiger begeisterte die Besucher des Neujahrsempfangs.

Als Beispiel für gelungene Integration wurde Muhammad Imran Akbar auf die Bühne gebeten. Der Pakistaner lebt seit Ende 2015 in Wandlitz. Er gehört zu einer großen Zahl von Flüchtlingen in Wandlitz, die arbeiten oder sich einer Ausbildung befinden. Diese Erfolge sind auch der Arbeit der Initiative „Runder Tisch Willkommen“ zu verdanken. Zu seinen Mitgliedern gehört unter anderem die neue Ehrenamtskoordinatorin Susanne Glaeser. Sie betreut zudem fünf Flüchtlinge aus Afghanistan. Dafür zollte ihr die Bürgermeisterin Anerkennung und Dank. Radant gab bekannt, dass im Übergangswohnheim an der Bernauer Chaussee in diesem Jahr wieder Flüchtlinge aufgenommen werden. Derzeit geht sie von 50 Menschen aus.

Nachdem Maria und David Moch das Publikum mit Berliner Schnauze und französischem Charme auflockerten und sogar zum Mitsingen animierten, kam der Vize-Landrat Holger Lampe zu Wort. Er nahm es Jana Radant nicht übel, dass sie ihn eingangs versehentlich zum „Vize-Landarzt“ gemacht hatte. Da er nicht zwischen den hungrigen Gästen und dem Buffet stehen wollte, macht er es kurz. Er fand lobende Worte für Vorreiterprojekte in der Gemeinde wie die Wertstofftonne, die Integrationsarbeit und den Bau von Sozialwohnungen. Trotzdem gäbe es mit dem Wachstum verbundene „Schmerzen“, die im Öffentlichen Personennahverkehr, an den Schulen und beim Thema Einkaufsmöglichkeiten spürbar wären.

Wie in anderen Kommunen stehen die Wahlen auch in Wandlitz im Fokus des Jahres 2019. Radant drückte ihre Hoffnung darüber aus, dass sich genug Kandidaten für die Gemeindevertretung und Ortsbeiräte finden. Herausforderungen könnten diesbezüglich die Ortsteile Lanke und Zerpenschleuse sein. „Ich appelliere deshalb hier an jeden im Saal: Machen Sie mit und bringen Sie sich ein“, so die Bürgermeisterin.

Foto: Frank Wollgast

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