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Bernauer und Panketaler Sozialdemokraten schauen vor allem auf bevorstehenden Wahlkampf

Fair, ehrlich, hart, sachlich

Datum: 02.02.2019

Bernau (fw). Der Tradition folgend legten die Sozialdemokraten aus Bernau und Panketal ihren Neujahrsempfang zusammen. Am Freitagabend wollten sie von ihrer politischen Arbeit in den beiden Kommunen und auf Landesebene berichten. Die Gäste waren so zahlreich erschienen, dass der AWO-Treff an der Stadtmauer in Bernau trotz maximaler Größe sehr gut besucht war. Das freute den Vorsitzenden der Panketaler SPD, Maximilian Wonke, sichtlich. Er erinnerte an Zeiten, in denen der Raumtrenner den Veranstaltungsort verkleinerte und es trotzdem deutlich leerer war. Vielleicht hat das Interesse mit dem Superwahljahr 2019 zu tun. Doch wer gekommen war, um etwas über die Inhalte der Partei zu hören, wurde insofern enttäuscht, als dass die Redner in ihren kurzen Ansprachen darauf kaum eingingen. Möglicherweise kamen sie in persönlichen Gesprächen mit ihren Gästen darauf zu sprechen.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Britta Stark thematisierte das vom Brandenburger Landtag beschlossene Paritätsgesetz, wodurch die Gleichstellung von Männern und Frauen auf den Landeslisten ab 2020 gesichert werden soll. Die Bernauerin feierte das als großen Sieg. Sie war sich aber auch um die Kontroverse bewusst: „Ich schrieb voller Euphorie meinen Freunden, doch niemand antwortete“, gab sie in ihrer Rede zu. Offenbar müsse über dieses Thema noch geredet werden. Die Vorsitzende der Bernauer Sozialdemokraten, Cassandra Lehnert, ist scheinbar Fan dieser Regelung , denn auf den Listen des Ortsverbandes steht schon seit langem dieselbe Anzahl von Frauen und Männern. „Wir waren sozusagen Vorreiter und machen das auch weiter so“, kündigte sie an.

Stark wies auch darauf hin, dass im Jahr 2019 einige Jubiläen gefeiert werden. So wurde vor 100 Jahren sowohl die Weimarer Verfassung - und damit die erste demokratische Verfassung Deutschlands – beschlossen. Im selben Jahr wurde auch das Frauenwahlrecht eingeführt. Die friedliche Wende jährt sich in diesem Jahr zum 30. Mal. Stark wies darauf hin, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei und man diese Freiheit wahren müsse.

In ein ähnliches Horn blies auch Maximilian Wonke. Für die Wahlen wünscht er sich Fairness, Ehrlichkeit, Härte und Sachlichkeit, Lügen und Populismus lehnt er ab. „Ich hoffe, dass wir nicht über jedes Stöckchen springen, das uns hingehalten wird“, fasste es der Bürgermeister der Gemeinde Panketal seine Wünsche für den Wahlkampf zusammen. Politischer wurden die Reden nicht. Stattdessen wurde auf einen angenehmen Abend, eine ansprechende musikalische Umrahmung sowie kleine Gesprächsgruppen bei Speis und Trank gesetzt.

Foto: Frank Wollgast

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