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VCS-Damen mit starkem Auswärtserfolg – Herren I geschwächt im Heimspiel

Clubvolleyballer wollen sich behaupten

Datum: 17.02.2019
Rubrik: Sport

Strausberg (sdm) Für die Herren I des Volleyballclub Strausberg (VCS) war es nicht nur das erste Spiel dieses Jahr, sondern gleich noch ein Heimspiel ohne Trainer Erwin Wetzel. Mit einem Sieg und einer Niederlage holten sie zwei Punkte, während die Damen in Brandenburg mit zwei Siegen überzeugen konnten.

Schon zu Beginn des Jahres war klar, dass die Clubvolleyballer in der Landesklasse zunächst ohne Trainer Erwin Wetzel auskommen müssen, der sich nach einer OP bald einer Reha unterzieht. „Doch schon im letzten Jahr zeigten die Jungs, dass sie ohne mich gewinnen können“, zeigt sich Wetzel zuversichtlich. Nach einer längeren Winterpause, die besonders in den letzten Wochen mit intensiveren Trainingseinheiten gespickt war, wollten die Herren I das in sie gesetzte Vertrauen bestätigen. In der Turnhalle des Fontane-Gymnasiums ging es vor heimischer Kulisse gegen die Gäste aus Königs Wusterhausen und Lindow-Gransee.

Die erste Partie des Tages machten die Gäste mit 3:1 für den SV Lindow-Gransee III recht deutlich unter sich aus. Für die VCS-Truppe ging es in der folgenden Partie gegen die Netzhoppers II aus Königs Wusterhausen aufs Feld. Voller Motivation wollten die Volleyballer zeigen, was in ihnen steckt. Nach einem guten Auftakt mit 25:19 schwächelten sie beim Stand von 25:27 etwas, fingen sich bis zum 25:19 wieder und machten anschließend mehrere Eigenfehler. Das führte zum 18:25 und wurde mit dem 6:15 im fünften Satz wieder mit einigen Anstrengungen und Anpassungen im Strausberger Kader gedreht. Der 3:2-Satz sicherte zunächst zwei Punkte für den Tag. Die Partie gegen die Gäste des SV Lindow-Gransee III würde keine einfache werden. Nach einem guten Start mit 25:23 schwächelten die Strausberger jedoch zunehmend. Die Stände 22:25, 15:25 und 18:25 machten nur deutlicher, dass die Luft raus war.

Sogleich begann die Fehlersuche unter André Heinz und Jan Fillinger, die als erfahrenste Spieler in den VCS-Reihen übergangsweise Erwin Wetzel als Trainer zu ersetzen versuchten. „Das letzte Spiel war wirklich unglücklich, wir haben es uns selbst einfach zu schwer gemacht“, so André Heinz in einer ersten Einschätzung. Dass die Schiedsrichter so manches Manöver nicht gesehen und gepfiffen hätten, sei da eher Nebensache gewesen. Die Lindower hätten sich zu leicht auf das Spiel der Strausberger einstellen können und letztlich die Konzentration zu sehr gelitten. „Schon die erste Partie konnten wir nur im Tie-Break gewinnen“, erinnert Jan Fillinger. Zudem seien zwei Ausfälle spürbar gewesen, blieben so doch kaum Optionen auf Wechsel. So mussten alle Spieler in der Strausberger Halle die Partien durchstehen. Einigen Mitspielern sei anzumerken gewesen, dass sie körperlich am Ende waren und einen Wechsel gebraucht hätten, ergänzt Fillinger.

„Kopf hoch, wir schaffen das“, motivierte Fillinger seine Kameraden noch einmal. Es gelte zu beweisen, dass sie auch ohne Erwin Wetzel klarkommen. Zuletzt kam dem Interims-Trainerduo bei der Vorbereitung auch Hilfe von Nils Feuerstack zu, der die Damen I in der Landesliga trainiert. „Er gab nochmal wichtige Impulse, wofür wir ihm sehr dankbar sind. Es ist super, dass es in einem Verein unter den Teams so läuft“, sagt André Heinz. Zum Schluss sei einfach der Spielfluss raus gewesen und hätten sich zu viele unnötige Fehler gehäuft. Gleichzeitig sei das eine Lehre für kommende Trainingseinheiten, da Fillinger und Heinz nun wüssten, was es „abzustellen“ gelte. „Die Basis ist gut“, zeigen sich beide zuversichtlich. Ziel ist es, den derzeit neunten Tabellenplatz zu festigen und zu verbessern. Punkttechnisch sei nach oben kein so großer Abstand, während auf die verbleibenden Ränge noch einiger Abstand bestehe.

Erfolgreicher lief es für die Damen I vom VC Strausberg: Sie kommen mit zwei Siegen und damit sechs Punkten aus Brandenburg zurück. Damit festigen sie ihren zweiten Tabellenplatz in der Landesliga Nord. Im Spitzenspiel des Spieltages VC Strausberg (Tabellenzweiter) gegen die Damen I von SV electronic Hohen Neuendorf (Tabellendritter) wollten die Strausbergerinnen ihren Sieg aus dem Heimspieltag wiederholen. Der ersten Satz war des Spitzenspieles würdig und ging knapp mit 26:24 an Strausberg. Im zweiten Satz war durch die Verletzung von Gerlind Salabarria auf Strausberger Seite am Ende etwas der Wurm drin und ging mit 20:25 nach Hohen Neuendorf. Durch ein konzentriertes Spiel ging der dritte Satz schließlich nach Strausberg mit 25:21 Zählern. Im vierten Satz lief ab dem Aufschlag schließlich alles für die VC-Damen, die mit 8:1 in Führung gegangen sind. Diese Führung ließen sich die Gäste aus der grünen Stadt am See nicht mehr nehmen und gewannen den Satz 25:12 und das Spiel 3:1.

Im zweiten Spiel gegen die Sportfreunde Brandenburg 94 bekamen dann Spielerinnen mit weniger Spielanteilen an diesem Tag ihre Einsatzmöglichkeit. „Um sich zu beweisen“, ergänzt Trainer Nils Feuerstack, der froh ist, auf einen großen Kader zurückgreifen zu können. Gegen den Vorletzten der Tabelle war es am Ende ein 3:1 (25:15; 22:25; 25:23; 25:17) und damit ein fast schon obligatorischer Sieg.

 

BU: Konnten nicht aus der vollen Mannschaftsstärke schöpfen: Die Herren I des VCS mit den Interimstrainern Jan Fillinger (Nummer 4) und André Heinz (Nummer 12)

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