Nachrichten - Politik & Wirtschaft

Wandlitzer Gemeindevertretung stimmt Kauf von Sozialwohnungen zu, die ein Investor errichten lässt

Neue Wege im Wohnungsbau

Datum: 22.02.2019

Basdorf (fw). Die Gemeinde Wandlitz beschreitet neue Wege im Wohnungsbau: Sie lässt auf dem ehemaligen Polizeischulgelände in Basdorf Sozialwohnungen von einem Investor errichten, die sie zu einem Festpreis abkauft und vermietet. „Damit sind wir die erste Gemeinde in Brandenburg, die so vorgeht“, informierte Bürgermeisterin Jana Radant am Donnerstagabend auf einer Informationsveranstaltung im „Goldenen Löwen“ in Wandlitz. Die Stonehedge-Beteiligungsgesellschaft wird auf zwei Baufeldern der so genannten Basdorfer Gärten insgesamt rund 400 Wohnungen bauen lassen. Neben dem Geschosswohnungsbau für die Gemeinde sollen auch Reihen- und Mehrfamilienhäuser entstehen. So soll eine Durchmischung des Publikums erreicht werden. In einem ersten Schritt soll zunächst das „Baufeld 6“ entwickelt werden, auf dem insgesamt 160 Wohneinheiten entstehen sollen.

Den Gemeindevertretern lag auf ihrer Sitzung am Donnerstag ein Antrag vor, der den Erwerb von 42 bezugsfertigen Sozialwohnungen auf dem „Baufeld 6“ zum Ziel hatte und angenommen wurde. Im nächsten Schritt sollen in etwa zweieinhalb Jahren weitere Wohnungen nach diesem Vorbild erworben werden, so dass die Gemeinde 120 schlüsselfertige Wohnungen für Menschen mit Wohnberechtigungsschein anbieten kann. Die zukünftigen Mietpreise sollen zwischen 5,50 und 8,85 Euro pro Quadratmeter liegen. Die Übergabe soll nach derzeitigem Planungsstand bis zum 30. Juni 2021 erfolgen.

Neben den Sozialwohnungen bietet die Gemeinde 104 weitere Wohnungen auf dem 40 Hektar großen Gelände an der Bundesstraße 109 an. Dafür gestaltet sie derzeit in Eigenregie ehemalige Kasernenblöcke um und investiert 16 Millionen Euro. Nach aktuellen Informationen sollen dort bereits Ende des Jahres die ersten Mieter einziehen. Auch diese Wohnungen sind so angelegt, dass sie auch für Menschen erschwinglich sind, die nicht zu den Großverdienern gehören.

Insgesamt wird für die Basdorfer Gärten eine lockere Bebauung avisiert, die von dem Berliner Architekturbüro Tchoban Voss geplant wird. Im Mittelpunkt stehen dabei Grünflächen, die für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Daher sind Tiefgaragenstellplätze geplant, so dass die Autos nicht die gartenähnliche Atmosphäre beeinträchtigen. Dieses Angebot gilt allerdings nicht für die Sozialwohnungen, um die Kosten gering zu halten.

Grafik: Tchoban Voss Architekten

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