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Heilkräuterhexe gibt Seifenworkshop in Ruhlsdorf

Kein Hexenwerk

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Beitrag: Kein Hexenwerk

Datum: 02.04.2019
Rubrik: Gesellschaft

Ruth Kiesow ist eine Hexe. Genau genommen eine Heilkräuterhexe. So bezeichnet sie sich zumindest selbst. Mit einem Augenzwinkern. Ihr Wissen ist in ihrem Dorf sehr gefragt.

Aber Ruth Kiesow ist keine dieser Hexen, die ihre Kunst für sich behalten wollen. Sie teilt ihr Wissen gern mit anderen, wie auch den Teilnehmern ihres Seifenworkshops, die sich im Ruhlsdorfer Heimatmuseum an diesem Abend eingefunden haben.

Die Seifenherstellung ist relativ einfach und an einem Abend vermittelbar, wenn man wie hier geschehen Seifenflocken als Grundlage verwendet. Diese sind aus reiner Seife ohne weitere Zusätze wie Duftöle oder Kräuter und können im Internet bestellt werden. Natürlich kann man auch die Basisseife selbst kochen, das ist aber sehr aufwendig und erfordert einige Erfahrung.

Um die Seifenflocken in einen knetbaren Zustand zu bringen, werden auf 100 Gramm Flocken etwa 40ml heißes Wasser gegeben. Anstelle von Wasser kann man auch Milch verwenden. Das ist noch besser für die Haut, macht die Seife aber kürzer haltbar.

Das Ganze wird gut verrührt.

Anschließend werden der Masse 20ml Speiseöl hinzugefügt. In unserem Beispiel wurde Rapsöl verwendet. Es sind aber generell alle Öle geeignet, die gut für die Haut sind, wie zum Beispiel Sonnenblumenöl oder Olivenöl.

Damit die Seife auch noch einen angenehmen Geruch bekommt, werden nun noch Duftöle und Kräuter zugesetzt.

Hierfür konnte Ruth Kiesow auf ihren Kräutergarten zurückgreifen.

Der Seifemasse muss nun nur noch eine Form gegeben werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann sie in Keksformen oder kleine Döschen drücken und sie nach dem Erstarren stürzen. Gut geeignet sind auch Muffinförmchen aus Papier.

Man kann die Masse aber auch mit den Händen bearbeiten.

Einfache Formen wären natürlich Seifenkugeln.

Anspruchsvoller wird’s da schon, wenn man die Masse moduliert. Hier ist alles Möglich, was das Material und die Fertigkeiten zulassen.

Über so etwas schönes Selbstgemachtes freut sich doch jeder.

Außerdem kann man es gut gebrauchen und die Herstellung macht auch noch viel Spaß.

 

 

 

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