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„Recht auf Stadt“ Eberswalde & Sympathisanten für sozialere Mietenpolitik

Gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn

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Beitrag: Gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn

Datum: 09.04.2019
Rubrik: Gesellschaft

Im Rahmen eines internationalen Aktionstages fanden am Samstag, dem 06. April in vielen Städten Demonstrationen und Aktionen unter dem Motto: „Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“ statt. So auch auf dem Eberswalder Marktplatz. Die Initiative „Recht auf Stadt“ hatte dazu aufgerufen für einen radikalen Kurswechsel in der Wohnungs- und Mietenpolitik zu demonstrieren. Ein Ruf, dem mehr als 100 Eberswalderinnen und Eberswalder gefolgt sind. Hauptredner der Initiative war der studierte Landschaftsökonom Paul Venuß.

Die Mieten in Eberswalde steigen, trotz Wohnungsknappheit gibt es vielerorts Wohnungsleerstände. Die Frage ist, wo ansetzen? Wo die Verantwortlichen suchen? Für Eberswalde sieht Venuß u. a. die kommunale Wohnungsbau- und Hausverwaltungs GmbH, kurz WHG in der Pflicht.

Die Sorge vor einer explosionsartigen Kosten- respektive Mietsteigerung treibt viele Menschen um. Das Thema ist in erster Linie ein politisches. Laut Sebastian Walter, Regionsgeschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbundes, kurz DGB und Spitzenkandidat der Linken für die Brandenburger Landtagswahl liegt die durchschnittliche Kaltmiete in Eberswalde bei 5,23 Euro pro Quadratmeter. Vor nur vier Jahren waren es noch 4,50 Euro. Eine besorgniserregende Steigerung, auch wenn die Situation noch nicht so alarmierend ist, wie beispielsweise im nahen Berlin.

Laut Walter ist Eberswalde in Berlin bereits Werbefläche für Spekulanten. Die Linke hat dabei klare Vorstellungen, wie dieser Entwicklung entgegenzutreten sei.

„Wohnen ist ein Menschenrecht!“, so kann man es dem Aufruf der Initiative Recht auf Stadt entnehmen. Weitere Demonstrationen sollen folgen. Der Kampf geht weiter.

Kamera: Florian Beyer/ Sebastian Gößl

Bericht/Schnitt: Florian Beyer

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