Nachrichten - Gesellschaft

Grundsteinlegung in der Kita Spielhaus / Gebäude soll dank modularer Bauweise Ende Juli an die Stadt übergeben werden

Kleine, fleißige Bauarbeiter

Datum: 15.04.2019
Rubrik: Gesellschaft

Eberswalde (hs). Selbst ein Eichhörnchen überwand vergangenen Mittwoch kurzzeitig seine Scheu und beobachtete aus sicherer Distanz das Geschehen auf dem Spielplatz der Kita Spielhaus in der Tornower Straße in Ostend. Die Kinder und Erzieher empfingen an diesem Tag zusammen mit den Eltern den Eberswalder Bürgermeister Friedhelm Boginski, Stadtbaurätin Anne Fellner sowie viele Vertreter aus der Verwaltung und der Stadtpolitik. Anlass war die Grundsteinlegung für einen Anbau, der die Kapazität der Kita auf dann insgesamt 164 Plätze erhöht. Eine Erweiterung, die dringend notwendig ist. 2.806 Kinder im Kitaalter gibt es derzeit in Eberswalde. Die meisten finden in 14 Einrichtungen, die von der Stadt und verschiedenen Trägern betrieben werden, Platz. Aber bei weitem nicht alle. So sind derzeit noch rund 200 Kitaanträge offen, wo den Eltern kein Platz zugesichert werden konnte, berichtete Boginski bei der Grundsteinlegung. In gewohnt umgänglicher Art ging er auch auf die Kitakinder ein, band sie durch Fragen in das Geschehen mit ein. Auch Baudezernentin Fellner fasste sich bei der Zusammenfassung der Eckdaten des Projektes kurz, so dass bei den Kleinen keine Langweile aufkam. Insgesamt 2,5 Millionen Euro kostet der Anbau. Gefördert werden knapp eine Millionen Euro. Diese Föderung ist an eine Übergabe des Gebäudes bis spätestens 31. Juli 2019 gebunden. Um dieses Mittel nicht zu verlieren, entschloss sich die Stadt zu zwei außergewöhnlichen Maßnahmen. Zum einen wurde das gesamte Projekt an ein sogenanntes Totalunternehmen, welches zu einem Fixpreis alle Arbeiten bis hin zur Fertigstellung aus einer Hand leistet, vergeben. Die Wahl der Stadtverordneten fiel dabei auf das Unternehmen Kleusberg, welches sich als Spezialist in der modularen Bauweise versteht. Insgesamt 15 Segmente, die in einer Montagehalle vorproduziert wurden, werden seit Anfang der Woche auf dem Gelände der Kita zu einem Gebäude zusammengefügt. Für die Stadt Eberswalde ein Novum. Vier Gruppenräume, ein großer Spielflur, zwei Bäder, Garderoben sowie Personal- und Kinderwagenraum finden Platz in den mit großzügigen Fenstern ausgestatteten Modulen. Knapp anderhalb Millionen Euro muss die Stadt aus Eigenmitteln für diesen Anbau aufbringen. Eine Summe, bei der man „zunächst geschluckt hat“, wie der Stadtverordnete Frank Banaskiewicz von der Bürgerfraktion Eberswalde am Rande der Grundsteinlegung gestand. Am Ende aber eine richtige Entscheidung, wie er findet. Denn Fakt ist, Eberswalde wächst, wird gerade für Familien aus Berlin eine attraktive Wohnalternative. Dies trifft auch auf den Stadtteil Ostend zu, wo zwei Baugebiete genug Platz für Familien mit Kindern bieten. Dass Kinder für die Stadtoberen eine wichtige Rolle spielen, zeigte sich im Verlauf der Grundsteinlegung. So durften die Kitakinder den Bürgermeister und seine Stellvertreterin Anne Fellner tatkräftig beim Befüllen der „Zeitkapsel“ unterstützen, die dann mit Kinderzeichnungen und anderen Erinnerungsstücken gefüllt in der Bodenplatte des neuen Anbaus verschwand. (Foto: Blitz/jh)

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