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25-jähriger Baum vor Rathaus gepflanzt

Esskastanie für Panketal

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Beitrag: Esskastanie für Panketal

Datum: 15.04.2019
Rubrik: Gesellschaft

Die Gemeinde Panketal hat mal wieder Zuwachs bekommen.

Diesmal in Form einer großen Esskastanie, die vergangene Woche

vor dem Rathaus angeliefert wurde.

Der etwa 25 Jahre alte Baum aus einer Berliner Baumschule soll hier ein neues Zuhause bekommen, was dem persönlichen Engagement des Bürgermeisters zu verdanken ist.

Bevor die Kastanie eingepflanzt werden konnte, musste zunächst das Pflanzloch vorbereitet werden. Dafür wurde in das Pflanzloch hochwertiger Kompostboden eingebracht und anschließend mit dem sandigen Untergrund gut vermengt.

Würde man den Baum in den reinen Kompostboden einpflanzen, wäre der Boden zu fett. Der Baum sähe keine Veranlassung, Wurzeln zu bilden, da die benötigten Nähstoffe durch den Kompostboden zu leicht zu bekommen wären.

Durch die Vermengung wird die harte Grenze zwischen sandigem Untergrund und Kompostboden aufgelöst.

Nun konnte der Baum von den Transportsicherungen befreit werden.

Schweres Gerät war nötig, um die Esskastanie bewegen zu können. Zunächst wurde sie ganz vorsichtig  vom LKW gehoben und langsam Richtung Pflanzloch bugsiert.

An ihrem Bestimmungsort angekommen wurde sie behutsam aufgerichtet und der Untergrund solange nachgebessert, bis sie lotrecht stand.

Dass ein so großer Baum in ein solch kleines Pflanzloch gepflanzt werden kann, liegt an seiner kompakten Wurzel. Normalerweise hat die Wurzel eines Baumes ungefähr die Ausdehnung seiner Krone. Bäume aus einer Baumschule werden hingegen verschult, also in regelmäßigen Abständen umgepflanzt. Dabei werden die Wurzeln gekappt und ähnlich wie beim Beschneiden von Sträuchern die Bildung neuer Triebe angeregt, wodurch die Wurzel ihre Kompakte Form erhält.

Die hier gepflanzte Esskastanie ist eigentlich gar keine Kastanie. Daher ist sie auch sicher vor Miniermotten.

So unattraktiv die Esskastanie für diesen Schädling ist, so attraktiv ist sie wiederum für Bienen.

Bis es soweit ist, vergeht aber noch etwas Zeit. Zunächst muss der Baum anwachsen, also Wurzeln bilden. Diese braucht er auch, um stabil zu stehen. Für die Übergangszeit wurde noch eine unterirdische Baumsicherung montiert. Ihre Widerhaken müssen tief in die Erde getrieben werden.

Über der Wurzel wurden die Sicherungsseile dann fest vergurtet.

Jetzt musste nur noch das Pflanzloch mit Erde verfüllt werden. Dabei hat dann auch der Bürgermeister selbst mit Hand angelegt.

Schließlich war es seine Idee, eine Esskastanie vors Rathaus zu holen,

und jeder Mann sollte ja bekanntermaßen einmal im Leben einen Baum pflanzen.

 

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