Nachrichten - Politik & Wirtschaft

Arbeitsgruppe befasst sich mit Grundschulentwicklung in Wandlitz

Neubau oder Erweiterung?

Datum: 17.04.2019

Wandlitz (fw). Eine Arbeitsgruppe wird sich künftig mit der Schulentwicklung in der Gemeinde Wandlitz befassen. Das beschlossen die Gemeindevertreter auf ihrer April-Sitzung. Konkret soll es dabei um die Standortfrage, das bauliche und pädagogische Konzept gehen. Den Anstoß dafür gab der Bedarf für einen vierten Grundschulstandort in der Gemeinde. In der Schulentwicklungsplanung wird ein deutlicher Anstieg der Schülerzahlen in der 1. Jahrgangsstufe von 202 Schulanfängern und neun Zügen im Schuljahr 2019/20 auf 249 Schulanfänger in zwölf Zügen zum Schuljahr 2023/24 aufgezeigt. Eine von der Verwaltung in Auftrag gegebene externe Überprüfung der gemeindeeigenen Schulentwicklungsplanung bestätigte die errechneten Zahlen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob die bestehende Grundschule im Ortsteil Wandlitz erweitert oder ein neues Gebäude errichtet wird. Die im Frühjahr 2010 bezogene Schule ist auf zwei bis drei Züge ausgelegt, doch laut Prognosen könnte eine Vier- oder Fünfzügigkeit notwendig werden. Bei der Bedarfsplanung 2016 wurde ein Anbau mit sechs zusätzlichen Klassenräumen vorgeschlagen, doch nach Einschätzung der Gemeinde würde auch dieser Platz den Ansprüchen nicht genügen. Weitere negative Folgen einer Erweiterung am bestehenden Standort wäre eine Verdichtung, die wenig Bewegungsflächen und den Verlust des Charakters einer dörflichen Schule mit sich bringen würde. Die Schulkonferenz der Wandlitzer Grundschule, bestehend aus Schüler-, Lehrer- und Elternvertretern, hatte sich bereits gegen einen weiteren Ausbau ihrer Schule ausgesprochen. Die Verwaltung favorisiert aus diesen Gründen den Bau einer neuen dreizügigen Grundschule zwischen Wandlitz und Basdorf. Im Bereich Annenhof würde nach Informationen der Gemeinde ein rund acht Hektar großes Grundstück zur Verfügung stehen. Dort wäre genug Platz für eine Schule mit Mensa, Hort und Sporthalle. Eine Erweiterung wäre dort bei Bedarf ebenfalls möglich. Nach Einschätzung der Bürgermeisterin Jana Radant würde dieses Vorhaben rund 15 Millionen Euro kosten, was nahezu die Hälfte der Haushaltsmittel eines gesamten Jahres in Anspruch nehmen würde. Daher müsse eine Entscheidung getroffen werden, die von der Gemeindevertretung mitgetragen wird. Dazu sollen auch die Ergebnisse der Arbeitsgruppe beitragen. Darin sollen je ein Mitglied der Ortsbeiräte, Vertreter aus der Verwaltung und fachkundige Personen aus den Schulen mitwirken. Auch ein externer Schulentwicklungsexperte wird sie beraten.

Foto: Urrutia/Gemeinde Wandlitz

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