Nachrichten - Blaulicht & Verkehr

Wegen Munitionssuche: Saisonbeginn im Standbad Wandlitzsee verschoben

Sicherheit geht vor

Datum: 18.04.2019

Wandlitz (e.b.). Der 1. Mai ist normalerweise der Startschuss für den Saisonbeginn im Strandbad Wandlitzsee. Jetzt hat die Wandlitzer Verwaltung entschieden, dass das Strandbad nicht wie gewohnt öffnen wird. Grund ist die noch andauernde Suche von Tauchern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Polizei nach Weltkriegsmunition im Strandbadbereich. Bei stichprobenartigen Tauchgängen an drei Stellen im Strandbad Mitte März wurde Munition gefunden. Daher wurde vereinbart, die Suche fortzusetzen. Im Strandbad wurde bisher ein Fünf-Meter-Bereich abgesucht, der den den Steg umläuft. Zurzeit untersuchen die Taucher eine Fläche von rund 115 Meter Breite vom Steg in Richtung Surfschule bis zu einer Wassertiefe von 2,50 Meter.  Die Sucharbeiten im Strandbad haben Anfang April mit einem Tauchteam begonnen. Nach Ostern wird voraussichtlich ein weiteres Team die Suche unterstützen. „Wir hoffen, dass die Munitionssuche im Strandbadbereich so schnell wie möglich abgeschlossen werden kann, um eine ungetrübte Badesaison zu gewährleisten“, so Bürgermeisterin Jana Radant.  Wann das Strandbad für Badegäste geöffnet wird, ist unklar. Laut Verwaltung wird es am 7. Mai einen weiteren Termin mit allen Beteiligten geben. Es werde in jedem Fall erst geöffnet, wenn der Kampfmittelbeseitigungsdienst dafür grünes Licht gibt. „So leid es mir tut, aber hier hat die Sicherheit allerhöchste Priorität“, so Radant. Insgesamt wurden im Wandlitzer Strandbad einschließlich des Probetauchgangs im März bisher zwei Hand- und Gewehrgranaten, sechs Gewehrpatronen und ein Waffenteil gefunden.

Zusätzlich ist geplant, dass im südlichen Teil des Sees ein Spezialboot den Seegrund in etwa parallel zum Langen Grund sondiert, um die „Quelle“ für die Munitionshäufung zu finden. Bereits abgeschlossen ist die Munitionssuche und –bergung im Bereich vor der Wandlitzer Jugendherberge. Insgesamt wurde dabei seit Oktober 2018 eine Fläche von rund 2.600 Quadratmeter abgesucht. Laut Kampfmittelbeseitigungsdienst wurden bis Mitte März 102  Hand- und Gewehrgranaten, 1.067  Gewehr- und Pistolenpatronen, 32  Zündmittel, fünf Zwei-Zentimeter-Granaten, 13  Granat- und Handgranatenzünder, eine Signalpatrone, 20  Granatbruchstücke, fünf Waffenteile und fünf Kilogramm Munitionsteile ohne Explosivstoffanhaftung geboren oder gesprengt. Das Gesamtbruttogewicht der geborgenen und gesprengten Kampfmittel betrug in der Summe 95,275 Kilogramm. Wenn die Suche im Strandbad Wandlitzsee abgeschlossen ist, sollen ein weiterer Strandabschnitt vor dem Altenpflegeheim und der Surfschule – hier ist seit dem 20. März abgesperrt - sowie das Ufer im Bereich der Kirchstraße 11 in Wandlitz-Dorf abgesucht werden.

Foto: Frank Wollgast

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