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Die Geschichte hinter der Ostergeschichte

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Beitrag: Die Geschichte hinter der Ostergeschichte

Datum: 18.04.2019
Rubrik: Gesellschaft

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick. Im Tale grünet Hoffnungsglück. So trefflich lässt es Johann Wolfgang von Goethe seinen berühmten Faust im Osterspaziergang formulieren. Im Frühling erwacht die Welt zu neuem Leben, alles erstrahlt in saftigem Grün und die Natur erlebt eine Art Wiederauferstehung. Auch in uns Menschen lässt der Frühling die Lebensgeister wiedererwachen. Passenderweise fällt das Osterfest in diesen bunten Reigen der Vitalität und der Erneuerung, denn ohne letztere würden wir kein Ostern feiern.

Neben dem Weihnachtsfest ist das Osterfest, die wichtigste Feierlichkeit der christlichen Kultur. Alles beginnt mit dem sogenannten Gründonnerstag. Christen gedenken hier des letzten Mahls, das Jesus am Abend vor seinem Tod mit seinen Jüngern hielt. Nach der Bibelüberlieferung wurde Christus danach von Judas verraten und gefangengenommen. Hier beginnt sein Leidensweg. Am Karfreitag dem Tag der Buße und des Gebets, soll Jesus, in Jerusalem wegen Aufruhr und Gotteslästerung verurteilt und auf dem Hügel Golgatha gekreuzigt worden sein, der Karsamstag ist daher der Tag der Grabesruhe Christi.

Den Höhepunkt, wenn man so will, des Osterfestes bildet der Ostersonntag. Hier überwand Jesus angeblich, den Tod und erfüllte damit seinen göttlichen Erlösungsauftrag auf Erden. Den Termin legte das Konzil von Nicäa im Jahr 325 so fest, dass Ostern immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fällt. Abschließend kann man sagen, die Ursprünge des Osterfestes liegen unumstößlich im christlichen Glauben, doch auch von einem säkularen Standpunkt aus, funktioniert Ostern als Symbol für den ewigen Kreislauf des Lebens.

So oder so, einen Eier versteckenden Hasen sucht man in der Ostermythologie vergebens.

Kamera/Schnitt: Sebastian Gößl

Text und Redaktion: Florian Beyer

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