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Grundstein für Waldquartier Friedenstal gelegt / 225 neue Wohnungen bis Ende 2020

Zügiger Baufortschritt

Datum: 09.05.2019

Bernau (fw). Die Lärmschutzwand steht, der erste Kran ist zu sehen und Lkw zeugen von aktiver Bautätigkeit. Seit dem ersten Spatenstich im Januar dieses Jahres ist im Waldquartier Friedenstal Bernau eine Menge geschehen. Ame Mittwoch wurde mit der offiziellen Grundsteinlegung ein weiterer Meilenstein gefeiert. Dafür kamen Vertreter der Projektentwickler ehret + klein, der Implenia Hochbau GmbH sowie Bernaus Bürgermeister André Stahl auf dem Gelände an der Zepernicker Chaussee zusammen. Gemeinsam befüllten sie eine Zeitkapsel mit einer zuvor unterschriebenen Urkunde, der aktuellen Wochen- und Tageszeitung sowie Münzen und ließen sie dann in die Bodenplatte ein.

Mit dem symbolischen Akt beginnen die Hochbauarbeiten für insgesamt vier Baufelder, die in der Projektphase eins umgesetzt werden. Auf rund 25.500 Quadratmeter entstehen bis Ende 2020 rund 225 Wohnungen in zwei- bis viergeschossigen Häusern, die zur Miete angeboten und im Bauhaus-Stil gestaltet werden. Die Realisierung richtet sich nach Entwürfen des Architektenbüros Guder Hoffend aus Berlin. Laut Bauherr Michael Ehret richtet man sich dabei an das vorherrschende Mietniveau Bernaus. Mit Wohnungsgrößen von 40 bis 100 Quadratmetern mit einem bis fünf Zimmern eignet sich die neue Wohngegend sowohl für Single-Haushalte als auch für Familien mit Kindern. Ein Großteil der Wohnungen wird zudem barrierefrei und behindertengerecht sein. Darüber hinaus sind auch etwa 265 Pkw-Stellplätze geplant.

Für die Stadt Bernau ist die Investition ein weiterer Schritt in der städtebaulichen Entwicklung, denn wie viele Flächen wurde sie früher durch die Sowjetarmee genutzt und lag nach dem Fall der Mauer lange brach. Das Areal erstreckt sich bis zur S-Bahnhaltestelle Friedenstal, die im Zuge der Ansiedlung neuer Bernauer attraktiver gemacht werden soll. Dazu gehören Buslinien und ein Parkhaus, so dass mehr Menschen auf den Öffentlichen Personennahverkehr setzen und das Auto stehen lassen. „Der Lärmschutz wird aufgrund der Nähe zur Bahn und der Autobahn im zweiten Bauabschnitt verbessert, versprach André Stahl. Eine Lärmschutzwand steht bereits an der Straße. Sie soll im Laufe der Bauarbeiten begrünt werden. Ein Kreisverkehr ist ebenfalls geplant. Er soll für einen zügigen Verkehrsfluss zwischen Waldquartier, Zepernicker Chaussee und Mainstraße sorgen.

Nach rund zehnjähriger Planungsphase wird das Vorhaben Stück für Stück umgesetzt. Projektentwickler Michael Ehret freut sich, dass er wieder in der Nähe von Berlin zu tun hat, da er lange Jahre in der deutschen Hauptstadt lebte, bevor er nach Starnberg in Bayern ging. „Daher kenne ich auch das Umland sehr gut und so kam auch die Verbindung nach Bernau zustande“, sagt er. Da es immer teurer wird, in den Stadtzentren zu leben, entwickelt seine Firma viele Immobilienprojekte in angrenzenden Kommunen. Darin sieht auch Gesellschafter Thomas O’Malley aus Connecticut in den USA eine gute Investition. Auch er kam zur Grundsteinlegung, war aber nicht zum ersten Mal in Bernau. Er verfolgt die Entwicklung seiner Investitionen sehr genau und zeigte sich vom zügigen Baufortschritt angetan. Er hofft, dass viele Menschen von dem neuen Mietwohnungsangebot im Stadtteil Friedenstal Gebrauch machen.

Foto: Frank Wollgast

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