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Depot für das Kunstarchiv in Beeskow eingeweiht

Neuer Platz für DDR-Kunst

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Beitrag: Neuer Platz für DDR-Kunst

Datum: 03.06.2019
Rubrik: Kunst & Kultur

Kunst aus der DDR- was das Kunstarchiv Beeskow beherbergt, ist außergewöhnlich und einzigartig. Ölgemälde, Plastiken, Grafiken, Keramiken, Wandteppiche und vieles mehr – alles zu DDR-Zeiten entstanden. Auftragskunst, von Parteien, Massenorganisationen und anderen staatlichen Einrichtungen geordert und von zum Teil namhaften Künstlern geliefert. Lange Zeit stellte die angemessene Unterbringung dieser Werke die verantwortlichen vor eine große Herausforderung. Jetzt konnte ein neues Depot in Beeskow eröffnet werden.

23.000 Einzelwerke, davon 17.000 Werke der bildenden Kunst. In diesen Regalen in Beeskow lagert einzigartiges. Florentine Nadolni ist die Chefin des Kunstarchives in Beeskow, das Werken aus den 40 Jahren der DDR beherbergt. Eine geschichtsträchtige Sammlung.

In der vergangenen Woche war Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch in Beeskow zu Gast um das neue Depot für das Kunstarchiv zu eröffnen. Das Land unterstütz die Arbeit des Archives jährlich mittlerweile mit fast 170.000 Euro.

2002 wurde das Archiv der Kunstsammlungen von Parteien, Massenorganisationen und Staatsorganen der DDR von den Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern hier in Beeskow eingerichtet. Seitdem sucht man nach einer fachgerechten Unterbringung der Kunstwerke. Mit dem neuen Depot sind die Verantwortlichen des Kunstarchives zufrieden.

Neben den großformatigen Ölgemälden gibt es in Beeskow auch eine enorme Anzahl von Grafiken aus der DDR-Zeit. Einen besonderen Bestand bilden die Grafikmappen. Über 300 Mappen mit ca. 150 Motiven werden hier aufbewahrt.

Seit es das Kunstarchiv gibt, gibt es Ausstellungen und Veranstaltungen, die aus dem Bestand konzipiert und durchgeführt werden. Oft arbeitet das Kunstarchiv mit Kooperationspartnern zusammen. Viele Bilder und Gemälde werden temporär an andere Museen und Häuser verliehen.

Ab den 23. Jini findet im Sommer jeden zweiten Sonntag immer um 14 Uhr eine öffentliche Depotführung statt. Besuchern wird empfohlen, sich anzumelden.

 Bericht/Kamera/Schnitt: Christoph Mann

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