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Ein Besuch in der grünen Oase von Gartenarchitekt Andreas Timm

Der „geheime Garten“ in Eberswalde

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Beitrag: Der „geheime Garten“ in Eberswalde

Datum: 01.07.2019
Rubrik: Kunst & Kultur

Von außen ist es gar nicht gleich zu erkennen, doch hinter den Mauern der Eichwerderstraße 1 in Eberswalde verbirgt sich ein grünes Biotop, wie aus einem Märchenfilm. Der Daumen des Gartenarchitekten Andreas Timm muss ganz besonders grün sein, denn wir kamen bei unserem Besuch in seinem „geheimen Garten“ gar nicht mehr aus dem Staunen heraus.

 

Nahe der Innenstadt von Eberswalde liegt, kaum von der Außenwelt verborgen, eine geheimnisvolle grüne Oase. Auf ein paar hundert Quadratmetern findet man hier eine faszinierende Pflanzen- und Kleintiervielfalt vor. Die Luft ist erfüllt vom Surren der Insekten. Besitzer und Schöpfer dieses grünen Paradieses ist der Gartenarchitekt Andreas Timm, ursprünglich sah es auf dem Gelände ganz anders aus.

Geradezu überbordend präsentiert sich die biologische Vielfalt des Gartens. Hinter jeder Ecke warten Überraschungen. Der Vergleich zu Frances Hodgson Burnetts Literatur-Klassiker „Der geheime Garten“ drängt sich geradezu auf. Alte Mauerreste, am Rande ausgedehnter Teichanlagen, zeugen von der ehemaligen Nutzung des Grundstücks, sind jedoch auf kreative Weise in das Gestaltungskonzept mit eingebunden. Lässt man der Fantasie freien Lauf, mögen sie auf so manchen wie die Überreste einer alten Kultur wirken. Doch es ist vor allem ein ökologisches Prinzip, welches Andreas Timm antreibt. Sein Garten soll ein naturnahes Heim für Tiere und Pflanzen sein.

Die kleinen und großen Brummer fühlen sich in Timms „maximal“ grünem Garten sichtlich wohl. Selbst vertikale Flächen sind begrünt. Bei der Auswahl der Pflanzen achtet Timm darauf, dass sie einen hohen ökologischen Wert und eine Nahrungskette für allerlei Insekten bieten.

Wer nun Lust bekommen hat, den „geheimen Garten“ von Andreas Timm einmal selbst zu betreten, der hat dazu zwei Mal im Jahr, im Rahmen der offenen Gärten Berlin/Brandenburg die Möglichkeit. Zusätzlich sind jedoch auch persönliche Führungen nach telefonischer Vereinbarung und ein Besuch im Rahmen des offenen Ateliers möglich. Genauere Informationen gibt es im Internet unter www.plantasie.de oder unter der Telefonnummer 03334/ 235733.

 

Kamera: Sebastian Gößl

Bericht/Schnitt: Florian Beyer

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