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Vertreter der KSC Dragons erfolgreich bei EM in Moskau beim Nationalteam dabei

Gold, Silber funkeln auch am Straussee

Datum: 25.07.2019
Rubrik: Sport

Strausberg (sd). Im Nationalteam Deutschlands bei der ECA Drachenboot Nationen- und Clubeuropameisterschaft 2019 in Moskau saßen mit Jacqueline Reimer und Jan Koch von den KSC Dragons auch zwei regionale Vertreter mit in den Booten. Mit insgesamt drei Gold- und zwei Silbermedaillen waren die Strausberger Vertreter recht erfolgreich.

„Ziel war es, die russischen Sportler zu schlagen – das haben wir geschafft“, sagt Jacqueline Reimer, für die es nicht der erste internationale Wettkampf war. Vor zwei Jahren nahm sie bereits bei der Europameisterschaft in Ungarn und letztes Jahr sogar bei der Weltmeisterschaft im US-amerikanischen Atlanta auf der ehemaligen Olympia-Regatta-Strecke teil. Oft sei es so, dass politische Verhältnisse dem sportlichen Wettkampf entgegenstehen und daher konnte sie nicht gegen ein russisches Team antreten. Unter 13 teilnehmenden Nationen konnte sie mit dem Premier 10er Boot gleich drei Weltmeistertitel einfahren.

Stehen Meisterschaften an, können Vereine und Clubs ihre Sportler anmelden, die anschließend ein umfangreiches Qualifizierungsverfahren durchlaufen, bis es für einige Auserwählte schließlich zur aktiven Teilnahme kommt. In Moskau traten über 100 Kanuten aus Deutschland an, von denen rund 30 allein aus Brandenburg kamen. Während Jacqueline Reimer schon einige Gesichter kannte, war es für Jan Koch etwas „ganz Besonderes“. Erst seit vergangenem April ist er bei den KSC Dragons und lobt vor allem „die tolle Gemeinschaft“. „Ich habe mich sofort aufgenommen gefühlt und wir sitzen auch oft außerhalb des Sports zusammen“, so Koch. Außerdem sei es ein Sport, den man in jedem Alter betreiben könne, von Jugendlichen bis deutlich über 70, was sich zuletzt auch bei der EM gezeigt habe.

Doch neben der sportlichen Qualifikation, ist die Finanzierung eine weitere große Hürde. Oft übernehmen die Vereine die Startgebühr komplett oder anteilig, was bereits eine große Hilfe sei, da die Sportler den Rest der Reise, Unterbringung und Teilnahme selbst finanzieren müssen. „Kanusportler genießen nicht so umfassende Unterstützung und Förderung, wie es in anderen Sportarten der Fall ist“, ergänzt Reimer. Doch die Leidenschaft und der Spaß am Kanusport seien es, die motivieren. „Außerdem: Wie oft kann man sich schon international messen und dazu noch andere Länder kennenlernen?“, schmunzelt Jan Koch und fügt hinzu, vor zwei Jahren hätte er auf keinen Fall gedacht, bei so einem Wettbewerb mitmachen zu können.

Montag reisten die deutschen Kanuten in Moskau an, bevor die Wettbewerbe der sieben Nationen in den Altersklassen Junioren, Premier, Ü40 und Ü50 unter anderem in 10-Sitzer und 20-Sitzer sowie als mixed absolviert wurden. Vor allem für die Sportler sei es wichtig, dass möglichst viele Teilnehmer dabei sind, um sich messen zu können. Sowohl für ganze Nationen als auch für ihre jeweiligen Clubs konnten die Kanusportler starten.

Da die Wettbewerbe von Donnerstag bis Sonntag stattfanden, hatten die beiden Strausberger Vertreter auch Gelegenheit, die Moskauer Gastgeber, unter anderem bei einer Sightseeingtour,  besser kennenzulernen. Mittwochs wurde trainiert und gab es die große Eröffnungsfeier am Abend. „Es ist beeindruckend, was die Russen alles aufgefahren haben. Die Bühne hat förmlich gebebt, die Stimmung war erstklassig“, schildert Jan Koch. Inmitten der russischen Hauptstadt im Grünen die Regattastrecken zu absolvieren und dabei ständig die Moskauer Skyline im Hintergrund zu haben, beeindruckte Jacqueline Reimer, die bereits auf rund 20 Jahre Kanuerfahrung zurückblickt. Insgesamt sei alles hervorragend organisiert und die Moskauer sehr gute Gastgeber gewesen. 

Das deutsche Team war letztlich in 22 von 31 Disziplinen erfolgreich, was unterm Strich drei goldene, 15 silberne, vier bronzene Medaillen und acht vierte Plätze bedeutet. Ihr Ziel, „die Russen zu schlagen“, konnte Jacqueline Reimer indes umsetzen und kehrt mit zwei Gold- sowie sechs Silbermedaillen an den heimischen Straussee zurück. Neben ebenfalls sechs Silbermedaillen hat Jan Koch bei seiner ersten EM auch eine Goldmedaille errungen.  Nach der Rückkehr am Montag, geht es direkt Mittwoch wieder mit dem regulären Training weiter. Um 18.45 Uhr treffen sich die Freizeitsportler und gehen von 19 bis etwa 20 Uhr aufs Wasser. Neue Gesichter sind herzlich willkommen auf dem Gelände neben dem Bootsverleih am Strausberger Freibad. Interessierte können sich direkt ausprobieren.

Nach den Drachenbootfesttagen am Kulturpark stehen im September bereits die Deutschen Meisterschaften an, für die fleißig trainiert wird. Auch wurde das DKV-Team (Deutscher Kanuverband) sogar zum Weltcup nach China eingeladen, was eine große Auszeichnung bedeute. Etwas regionaler mutet da das Köriser Drachenbootrennen in Klein Köris an, das am 10. August folgt.

BU: Erfolgreich im Nationalteam in Moskau: Jan Koch und Jacqueline Reiner von den KSC Dragons.       Foto: BAB/sd

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