Nachrichten - Gesellschaft

Traditioneller Ball der Vereine lebt von der Beteiligung der Vereinsmitglieder

Austausch und Kennenlernen unter Vereinen

Datum: 08.10.2019
Rubrik: Gesellschaft

Petershagen/Eggersdorf (sd). Nicht nur vom Namen her hat sich der frühere Sportlerball zum Ball der Vereine gewandelt. Der Höhepunkt für örtliche Vereine aller Bereiche soll Plattform zum Austausch und Kennenlernen mit festlicher Umrahmung darstellen. Vielfach sind Vereine längst nicht einfach Gruppen Gleichgesinnter, die gemeinsamen Interessen und Sportarten nachgehen, sondern wichtiger und fester Bestandteil der Gesellschaft, der in zahlreichen Bereichen wirkt. So auch in Petershagen/Eggersdorf, wo eine große Vielfalt dieser Interessensgemeinschaften herrscht. Zunächst als Sportlerball, seit 2014 als Ball der Vereine noch etwas weiter gefasst, gibt es schon viele Jahre einen gemeinsamen Jahreshöhepunkt. „Unser Ziel ist der Austausch untereinander und dabei zur Interaktion untereinander zu animieren. Kurzum, wir wollen zum Mitmachen bewegen“, umreißt Harald Pospiech, der auch dieses Jahr wieder mit im Organisationsteam war. In Kooperation mit der Gemeindeverwaltung ist der SV Blau-Weiß Petershagen/Eggersdorf als größter Verein inzwischen federführend und wird tatkräftig vom Eggersdorfer Carnevalclub (ECC) unterstützt, dessen Mitglieder die Giebelseehalle wieder festlich hergerichtet haben. Da die große Halle in der Elbestraße sehr gut frequentiert wird, wurde der Termin für den Ball bereits im Februar festgelegt. Mit DJ Hagen Stegemann wird bereits seit Längerem erfolgreich zusammengearbeitet, sodass er auch in diesem Jahr wieder den musikalischen Rahmen gestaltete. „Er hat eine gute Mischung für die sehr durchmischte Altersstruktur der Gäste“, ergänzt Pospiech. Fast 200 Plätze waren dieses Jahr besetzt. Auffällig nur, dass einige Vereine sehr zahlreich vertreten waren, während andere nur mit Einzelpersonen oder gar nicht anwesend waren. Man könne nicht mehr tun als einladen, stellt Burkhard Paulat fest. Natürlich sei es im Interesse aller, wenn möglichst viele Aktive zum Ball kommen. Doch an diesem Samstagabend beispielsweise war ein Großteil der Karnevalisten durch einen anderen Parallelauftritt verhindert. Ein Special des Balls sei indes die Begrüßung mit einer Rose für die Damen und einem Glas Sekt. Mit der Begrüßung der Gäste durch Moderator Matthias Luttmer und der Eröffnung des Buffets gab es eigens einen großen Applaus für das Organisationsteam für die gelungene Arbeit. Direkt vom Kartoffelfest im polnischen Bogdaniec kommend, ließ sich natürlich auch Bürgermeister Marco Rutter den Ballabend nicht entgehen. Solche Abende seien wichtig nicht nur für das Miteinander, sondern vor allem auch, um Pläne für künftige gemeinsame Aktionen zu schmieden, so Rutter. Anschließend eröffneten die Vertreterinnen der Einradtruppe Fredersdorf den Reigen der Vorführungen. Zuvor waren die Fredersdorfer noch beim Drachenfest am Tempelhofer aufgetreten und direkt zum Abend nach Petershagen gefahren. Klaus Häcker, der die Truppe initiiert hat, erklärte, dass einige seiner Schützlinge aus Petershagen kämen und generell eine sehr gute Verbindung zum Doppeldorf herrsche, zumal die Gemeindegrenzen eh nur auf der Karte zu finden seien. „Vereinsleben kennt keine Gemeindegrenzen“, so der Chef-Coach der Einrad-Truppe, der zu seinem 80. Geburtstag in anderthalb Jahren wieder selbst auf dem Hochrad fahren will. Burkhard Paulat sprach Klaus Häcker stellvertretend seine Hochachtung und Anerkennung für die Leistungen für Handball und Einrad sowie in den vielen anderen Bereichen des Orts- und Vereinslebens aus. Ein weitere Höhepunkt dieses Wirkens sei die 10. Ostdeutsche Meisterschaft im Einradfahren, die im Oktober nach Fredersdorf kommt. Mit der Auszeichnung der Sportler des Jahres folgte direkt der nächste Programmpunkt. Vieles von der Vereinsarbeit geschehe ehrenamtlich in der Freizeit, neben Familie und Beruf. Daher werde mit dieser Auszeichnung zumindest etwas von dem vielen Einsatz zurückgegeben und anerkannt. Der öffentliche Rahmen helfe dabei sehr und mache den Moment vor allem für die Ausgezeichneten zu etwas Unvergesslichem. Eine kleine Weltpremiere folgte mit dem Auftritt der „Blauen Garde“ des ECC, die ihren neuen Tanz noch vor Beginn der neuen Session präsentierten. Luttmer kündigte mit den Ü15-Tänzerinnen, die zuletzt den Landesmeistertitel feiern konnten, die „Königsdisziplin“ an. Gleichzeitig könnten sich alle freuen, da die Eggersdorfer Karnevalisten am 18. Januar 2020 als Ausrichter der Meisterschaft im Karnevalistischen Tanzsport ein großes Event in den Ort holen. Spätestens mit den Darbietungen der Tänzerinnen wurde auch deutlich, dass Karneval und vor allem der Tanzsport nicht umsonst Sport heiße, unterstrich Luttmer unter vielem Beifall. Ursprünglich war es angedacht, mit den einzelnen Programmpunkten die Arbeit der Vereine und Abteilungen zu präsentieren. Diesem Credo folgten die Vertreter der Abteilung Tanzsport mit Trainer Carsten Pahl, die mit Anfänger- und fortgeschrittenen Tanzpaaren einige Kostproben ihrer Arbeit demonstrierten. „Unsere fünf Paare zeigen heute einen Leistungsdurchschnitt von Basis bis fortgeschritten. Wir fangen an mit dem langsamen Walzer im ¾-Takt, den wohl viele spätestens zum Schulabschluss selber einstudiert haben“, eröffnete Carsten Pahl. Noch bis in die späten Abendstunden hinein wurde beisammengesessen, sich ausgetauscht und so mancher Plan geschmiedet. Ein weiterer Auftritt der ECC-Mitglieder sorgte indes für Gelächter und trieb so manchem vor Lachen die Tränen in die Augen.

Matthias Luttmer begrüßt die Gäste Foto: sd

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