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Nachzüchtungen von Obstgehölzen können nun gepflanzt werden

Vom Edelreis zum Obstbaum

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Beitrag: Vom Edelreis zum Obstbaum

Datum: 09.10.2019
Rubrik: Gesellschaft

Für die Gartenbesitzer, die vergangenen Winter ihre Obstgehölze zum Veredeln in die Barnimer Baumschulen Biesenthal gebracht haben, hat das Warten ein Ende. Sie können nun ihre nachgezogenen Obstbäume abholen, die mittlerweile eine Größe erreicht haben, dass sie im Garten eingepflanzt werden können.

Ihre Anfänge nehmen die jungen Obstbäume im Winter.

Da bieten die Barnimer Baumschulen Biesenthal jedes Jahr den Service an, Vermehrungen von lieb gewonnenen Obstbäumen für ihre Kunden zu machen.

Mit dieser Form der Vermehrung erhält man exakt dieselbe Obstsorte wie die des Mutterbaums, denn wenn man zum Beispiel einen Apfelbaum aus einem Apfelkern zieht, entspricht dieser nicht der Sorte, von der man den Kern genommen hat, da sich die Apfelblüte nicht mit ihrem eigenen Pollen bestäuben kann, sondern Pollen einer anderen Apfelsorte benötigt.

Für die Veredelung werden bleistiftstarke, einjährige Triebe ohne Seitenzweige benötigt.  Das sind die Triebe, die häufig „Wasserschosse“ genannt werden und meistens im oberen Kronenbereich gebildet werden.

Jede Veredelung bekommt nun eine Nummer, damit sie dem Kunden eindeutig zugeordnet werden kann und er im Herbst auch seinen persönlichen Obstbaum ausgehändigt bekommt. Ihre ersten Monate verbringen die jungen Pflanzen im Gewächshaus, wo sie geschützt vor Wind und Wetter heranwachsen können.

Bereits im März bilden sich Triebe und vereinzelte Blüten. Die Blüten werden entfernt, da die jungen Pflanzen nicht blühen und fruchten, sondern wachsen sollen. Und auch von den Trieben bleibt vorerst nur einer pro Pflanze bestehen.

Nach einem halben Jahr sind die Veredelungen schon nicht mehr wiederzuerkennen. Üppig belaubt sind sie mittlerweile fast mannshoch und müssen teilweise schon mit Stäben gestützt werden, was auch einen schiefen Wuchs verhindert. Jetzt können die jungen Pflanzen das Gewächshaus verlassen und bis zur Abholung im Herbst draußen weiterwachsen und gedeihen.

Wenn der Kunde dann seinen nachgezüchteten Obstbaum abholt, bekommt er noch genauestens erklärt, wie er sein Bäumchen zu schneiden hat, um den gewünschten Wuchs zu gewährleisten und etwa einen Hoch-, Halb- oder Viertelstamm zu erhalten. Auch zum Einpflanzen und Düngen bekommt der Kunde noch wertvolle Tipps mit auf den Weg. Und natürlich kann man hier in der Baumschule auch den passenden Dünger erhalten, damit aus dem jungen Bäumchen einmal ein prachtvoller Baum mit vielen, schmackhaften Früchten wird.

Wer mehr über Obstbäume erfahren möchte, sollte sich den traditionellen Obsttag nicht entgehen lassen. Neben Obstbaumverkauf und Apfelsaft pressen wird hier auch eine Apfelbestimmung angeboten. Der Obsttag findet am kommenden Samstag von 9:00 bis 16:00 Uhr im Pflanzcenter der Barnimer Baumschulen Biesenthal statt.

 

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