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Skulpturenlinie von Steine ohne Grenzen bekommt sechs weitere Exponate

Kunsttransport mit schwerem Gerät

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Beitrag: Kunsttransport mit schwerem Gerät

Datum: 18.11.2019
Rubrik: Kunst & Kultur

Panketal (ODF) Morgens in aller Frühe rollten vergangene Woche Sattelschlepper auf den Parkplatz von Steine ohne Grenzen, der Skulpturenlinie um Hobrechtsfelde in Panketal. Ihre Fracht waren Tonnenschwere Kunstwerke, die hier, eingereiht zwischen ihren Artgenossen, ein neues Zuhause finden sollten.  

Die große Herausforderung bei diesem Kunsttransport war, die einzelnen Ausstellungsorte auch zu erreichen. Um die bis zu 15 Tonnen schweren Skulpturen bewegen zu können, musste ein schwerer Kranwagen eingesetzt werden. Der drohte allerdings in dem weichen Boden stecken zu bleiben, denn um die vorgesehenen Plätze der Kunstwerke zu erreichen, mussten die befestigten Wege auch verlassen werden. Da war Fingerspitzengefühl und viel Erfahrung gefragt.

Eigentlich sollte dieser Transport gar nicht stattfinden, denn ursprünglich war geplant, die Skulpturen auf dem Matthäikirchplatz zu belassen, wo jetzt das Museum der Moderne gebaut wird. Die Skulpturen sollten in das neu entstehende Ensemble integriert werden. Doch wegen ungeklärter Grundstücksrechte am Matthäikirchplatz musste der Plan verworfen werden.

Und so muss das Museum der Moderne, das im Volksmund bereits Die Scheune heißt, ohne die Werke von Steine ohne Grenzen auskommen.

Aber auch an diesen Ort passen die Steine außerordentlich gut, wenn sie nicht sogar hierher gehören, denn in den ehemaligen Rieselfeldern um den Panketaler Ortsteil Hobrechtsfelde stehen bereits 170 Skulpturen der Skulpturenlinie Steine ohne Grenzen. Sie sind in sechs Symposien entstanden, die in Bezug zu dem deutschen Maler und Bildhauer Otto Freundlich und seiner Vision zu Völkerverständigung und Versöhnung stehen. Otto Freundlich konnte seine Idee leider nicht mehr verwirklichen. Er wurde 1943 von den Nazis ermordet.

Seine Idee aber wurde mit den Symposien von Steine ohne Grenzen erneut aufgegriffen und lebt in deren Werken weiter, wie die Skulpturenlinie um Hobrechtsfelde beweist, die jetzt um sechs weitere Exponate erweitert wurde.

 

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